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Das moderne tschechische Filmschaffen

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Die Tschechische Republik hat eine fruchtbare Generation neuer Drehbuchautoren, Regisseure sowie Schauspieler, die ihr Schaffen den begeisterten Zuschauern weltweit präsentieren. Dafür erwarben sie nicht nur viele namhafte Preise bei den internationalen Filmfestivals, sondern auch einige für die Filmemacher wertvollste Trophäen - die Oscars.

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Das Jahr 1989 und die samtene Revolution brachten frischen Wind und die Freiheit in das tschechische Filmschaffen. Nach der ruhmreichen Ära der Filme aus der Ersten Republik und den 60er Jahren traten neue junge Filmemacher und Szenaristen zusammen mit bisher unterdrückten Autoren auf.

Das moderne tschechische Filmschaffen baut unter anderem auf dem erfolgreichen Vermächtnis seiner Vorgänger und der Autoren auf, die in der Zeit des Sozialismus ins Exil gegangen waren.  Der tschechische Film hat schon einige Oscars errungen: für Obchod na korze (Das Geschäft auf dem Corso, Ján Kádár und Elmar Klos), Ostře sledované vlaky (Liebe nach Fahrplan, Regie Jiří Menzel), oder Kolja(Jan Svěrák). Aus der tschechischen Filmgeschichte heben sich auch Filme wie Extáze von Gustav Machatý mit einer bemerkenswerten Szenerie, Hoří, má panenko (Der Feuerwehrball) von Miloš Forman oder Musíme si pomáhat (Wir müssen zusammenhalten) von Jan Hřebejk heraus. Noch weitaus mehr finden Sie in der Geschichte der tschechischen Kinematographie .

Die einheimischen Filmschaffenden bekamen darüber hinaus Konkurrenz in Gestalt der weltweiten (vor allem amerikanischen) Produktion und der Entstehungkommerzieller Fernsehsender . Obgleich es in der tschechischen Gesellschaft Brauch ist, tschechische Filme im Kino anzusehen, bleibt der Rückfluss der in die Filmprojekte investierten Gelder mühselig.

Zu den ausgeprägtesten Persönlichkeiten unter den gegenwärtigen tschechischen Filmschaffenden gehören neben Jan Svěrák das Duo Jan Hřebejk und Petr Jarchovský (ihr Film Musíme si pomáhat - Wir müssen zusammenhalten - wurde im Jahr 2000 für den Oscar nominiert), Saša Gedeon (Nominierung für den Europäischen Preis für den Film Návrat Idiota - Rückkehr des Idioten), Petr Zelenka (Sieg beim Karlsbader Filmfestival mit dem Film Rok dábla – Das Jahr des Teufels) und andere.

Im Bereich der internationalen Reklameindustrie ist der Name von Regisseur Ivan Zachariáš ein Begriff.

Eine Rarität, die sogar im Guinessbuch der Rekorde eingetragen ist, sind die Dreharbeiten zum Film Krysař (Der Rattenfänger von Hameln) von F. A. Brabec, die am 31.1.2002 während eines einzigen Tages vonstatten gingen.

Gegenwärtig werden rund 15 Filme pro Jahr gedreht. Eine staatliche Unterstützung in Form von Zuwendungen wird vom Fonds zur Entwicklung der Kinematografie zugeteilt, sie ist allerdings gering. Der größte Koproduzent (jedenfalls in der letzten Zeit) ist das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen Česká televize

Der tschechische Trickfilm knüpft an eine ruhmreiche Tradition an, strotzt auch heute vor Erfindergeist und gewinnt zahlreiche Auszeichnungen. Aber er hat mit dem Mangel an Finanzen zu kämpfen und muss sich vor allem auf ausländische Aufträge verlassen. Über die reiche Tradition und die Erfolge können Sie in unserem dem Trickfilm gewidmeten Abschnitt nachlesen.

In den frühen neunziger Jahren wurde die Tschechische Film- und Fernsehakademie (Česká filmová a televizní akademie) gegründet, die alljährlich die prestigeträchtigen Tschechischen Löwen Český lev vergibt. Seit 2004 wird auch der Filmpreis Elsa verliehen.

Die Tschechische Republik ist dank der hervorragenden Professionalität der Studiomitarbeiter und der günstigen Preise zu einem beliebten Drehort für zahlreiche Produzenten aus aller Welt geworden. In den Barandov-Studios und in Prag wurde eine Reihe großer ausländischer Produktionen gedreht (z.B. Mission Impossible, Regie Brian de Palma; Les Misérables, Regie Bille August; Blade II, Regie Guillermo del Torro; Grimm Brothers, Regie Terry Gilliam; Hart’s War - Das Tribunal, Regie Gregory Hoblit; XXX, Regie Rob Cohen; Oliver Twist, Regie Roman Polanski, und andere).

Von den wichtigeren ausländischen Filmerfolgen ist vor allem die Oscar-Nominierung im Jahr 2003 für den Film Želary (Regie Ondřej Trojan) zu nennen.

Wie die Anfänge und die Goldene Ära des tschechischen Films verliefen, erfahren Sie in der Geschichte der tschechischen Kinematographie.

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Datum: 05.12.2009
 
 
 

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