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Die verschwundenen Nachbarn

 
photo: I.ZŠ Sedlčany , proškolení žáků - průvodců výstavou (o.s. Zapomenutí)
 

Das einzigartige Projekt „Die verschwundenen Nachbarn“ fordert junge Menschen dazu auf, nach Nachbarn jüdischer Herkunft zu forschen, die, vor allem während des Zweiten Weltkrieges, aus ihrer Umgebung verschwunden sind.

 
„Die verschwundenen Nachbarn“ ist ein literarisch-dokumentarisches Projekt für Schüler der höheren Grundschulklassen und der Mittelschulen. Jedes Jahr beteiligen sich dutzende tschechischer Schulen an diesem Projekt. Bei ihren Nachforschungen finden die Schüler Antworten auf die Frage, was mit denjenigen geschah, die, wie aus den noch erhaltenen Klassenbüchern hervorgeht, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges plötzlich nicht mehr zum Unterricht erschienen, oder wohin die jüdischen Familien aus der Nachbarschaft verschwanden.

Die am Projekt teilnehmenden Schüler suchen in Datenbanken, Archiven der Synagogen, Gemeinde- und Stadtarchiven, regionalen Archiven sowie den Sammlungen der Gedenkstätten nach Hinweisen über das Schicksal der verschwundenen Menschen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden dann in einer Präsentation zusammengefasst. Einige dieser Präsentationen finden Sie im Internet auf www.zmizeli-sousede.cz.

Eine weitere Präsentationsmöglichkeit sind Stellwände mit Fotokollagen zeitgenössischer Fotografien, auf welchen das Schicksal der einzelnen Personen und Familien dokumentiert wird. Die so entstandenen Bilddokumentationen werden dann im Rahmen einer Ausstellung zusammengefasst und an verschiedenen Orten der Tschechischen Republik und im Ausland gezeigt. Die Arbeiten der Schüler wurden bereits in der Slowakei, in Italien, Deutschland, Großbritannien, den USA und Kanada ausgestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes „Die verschwundenen Nachbarn“ ist auch das Schicksal der jüdischen Kinder. Unter dem Titel „Ehre den Kinderopfern des Holocausts“ konzentriert sich die zweite Phase des Projekts auf eben dieses Thema. Die Forschungsergebnisse der Schüler aus den Gegenden Havlíčkův Brod (Map), Chotěboř (Map), Telč (Map) und Kostelní Myslová (Map) können noch bis zum 18. November 2012 im Museum der Vysočina in Jihlava besichtigt werden.

Realisiert wird das gesamte Projekt vom Jüdischen Museum in Prag, in Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung „Die Vergessenen“ und unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Tschechischen Republik. Der Beginn des Projekts wurde im Jahr 1999 im Rahmen der Konferenz „Phänomen Holocaust“ vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport offiziell bekanntgegeben.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.
 


 
Autor: Petra Hubálková
 
Quelle: zmizeli-sousede.cz
 
Datum: 01.11.2012
 
 
 

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