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photo:  (sxc.hu)
 

Tschechische Republik ist ein Binnenland, das in der milden Breite der Nordhemisphäre liegt. Das tschechische Klima kann man als mild bezeichnen, allerdings gleichzeitig sehr gebietweise verschiedenartig und auch wechselbar in Laufe des Jahres.

 
 
Das Klima unterscheidet sich in den einzelnen Gebieten Tschechiens allerdings wesentlich voneinander, was vor allem durch die Höhenlage bedingt ist. Allgemein ist zu sagen, dass die durchschnittlichen Lufttemperaturen mit steigender Höhenlage sinken und die Niederschlagsmenge steigt . Eine ganze Reihe weiterer Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle – beispielsweise haben die Grenzgebirge einen wesentlichen Einfluss auf die bodennahe Luftströmung und die Niederschlagsverteilung.

Der unterschiedliche Stand der Sonne während des Jahres verursacht hier nämlich den Wechsel der Jahreszeiten, die sich insbesondere durch ihren Temperatur- und Niederschlagsverlauf voneinander unterscheiden. Ähnlich wie in der gesamten nördlichen gemäßigten Zone herrscht auch in Tschechien zu Jahresbeginn ein kalter Winter . Danach kommt der Frühling, gefolgt vom warmen Sommer . Dann kommt bereits der Herbst, der das Zepter noch vor Jahresende wieder an den Winter übergibt. Der Wechsel der Jahreszeiten hat  großen Einfluss auf die Vegetation.

Das aktuelle Wetter kann vom langjährigen Durchschnitt wesentlich abweichen. Diese Wettervariabilität wird vor allem durch die veränderliche Lage und den unterschiedlichen Einfluss der beiden hauptsächlichen Hauptdruckzentren hervorgerufen: das Islandtief und das Azorenhoch. Insbesondere in der warmen Jahreshälfte verursacht, dass die Ausdehnung eines Hochdruckausläufers auf das tschechische Gebiet wärmeres und trockneres Wetter bewirkt und sich der Einfluss eines Islandtiefs umgekehrt durch eine größere Anzahl an Wetterfronten mit größerer Bewölkung und mehr Niederschlägen bemerkbar macht.

Das Klima in der Tschechischen Republik gilt tatsächlich als gemäßigt, allerdings ist es gleichzeitig sehr vielfältig je nach Ort und Jahreszeit . Die Variabilität ist weiter durch das Wetter selbst bedingt.

Mehr Informationen über Klima und Wetter in der Tschechischen Republik finden Sie auf den Seiten des Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts.

Klimavariabilität in der Tschechischen Republik

Zu den wichtigsten Klimafaktoren gehören die geographische Breite, die Höhenlage und die  Entfernung zum Meer. Die Unterschiede in der geographischen Breite sind innerhalb Tschechiens nur geringfügig , der nördlichste Punkt liegt nur um etwas weniger als 2,5 Grad nördlicher als der südlichste. Der wichtigste Faktor für die Variabilität des Klimas in Tschechien ist somit der Unterschied in der Höhenlage, dank dessen das Klima in den einzelnen Gebieten Tschechiens voneinander variiert.

Die durchschnittliche Lufttemperatur hängt stark von der Höhenlage ab. Während sie auf dem höchsten Berg der Tschechischen Republik, der Sněžka (Schneekoppe, 1602 m) nur 0,4 °C beträgt , erreicht sie in den Tiefebenen Südostmährens fast 10 °C . Die höchsten durchschnittlichen  Lufttemperaturen weist unter anderem Prag auf, wo das Stadtklima, die sog. „Wärmeinsel“,  zur Erwärmung beiträgt.

Auch die jährlichen Niederschlagsmengen hängen wesentlich von der Höhenlage ab, wobei der Einfluss der Windrichtung ebenfalls eine Rolle spielt. Die regenreichsten Orte sind also in den höheren Gebirgen mit steilen Abhängen in nordwestlicher Richtung zu suchen. Hier liegen die Jahresniederschlagsmengen bei über 1200 mm. Dagegen zählt neben dem am tiefsten gelegenen Südostmähren auch der Nordwesten Böhmens, der in dieser Richtung durch das Erzgebirge abgeschirmt wird, zu den trockensten Gebieten der Tschechischen Republik.

Charekter der Jahreszeit

Zu den Wintermonaten zählen Dezember, Januar und Februar. Der kälteste Monat ist Januar, in dem selbst in den Tiefebenen die monatliche Durchschnittstemperatur unter 0 °C sinkt. Die winterlichen Niederschläge fallen im Gebirge meist als Schnee, in den Tiefebenen regnet oder schneit es. In den oberen Höhenlagen liegt in der Regel auch monatelang eine zusammenhängende Schneedecke, die von Wintersportliebhabern genutzt wird. Der Schnee kann sich in den Tiefebenen auch über mehrere Tage halten, jedoch hat man hier überwiegend einen „matschigen“ Winter.

Im Laufe der Monate März, April und Mai kommt es zu einem schnellen Temperaturanstieg. Über den Charakter der einzelnen Monate kann man sich mit Hilfe des Sprichworts: „březen - za kamna vlezem, duben - ještě tam budem, máj - půjdeme v háj“ („März – wir kriechen hinter den Ofen –, April – wir bleiben lieber noch dort –, Mai – wir gehen in den Hain“) ein Bild machen. Bereits in der Mitte des Frühlings weicht die Schneedecke in der Regel auch in den höchsten Gebirgen der Tschechischen Republik, so dass auch hier das für den Frühling typische schnelle Wachstum der Vegetation beginnen kann. Infolge der Schneeschmelze haben die tschechischen Flüsse im Frühling den höchsten Wasserspiegel. Mit dieser Zeit ist auch eine ganze Reihe tschechischer Volkstraditionen verbunden.

Wenn Sie die Wärme lieben, ist der Juli der beste Monat für einen Besuch der Tschechischen Republik, in dem es durchschnittlich gut 20 °C wärmer ist als im Januar. Die höchsten Tagestemperaturen können auf über 30 °C steigen. Solche Tage verbringt man am besten am Wasser, das sich vor allem in der zweiten Sommerhälfte auf eine angenehme Badetemperatur erwärmt. Eine andere Möglichkeit, der Sommerhitze zu entfliehen, bieten Ausflüge ins Gebirge, wo die durchschnittlichen Tagestemperaturen nur bei etwas über 10 °C liegen. Die wärmsten Monate sind jedoch gleichzeitig auch die regenreichsten, denn die warme Luft bringt auch die größte Menge an Feuchtigkeit nach Tschechien.

Der erste Herbstmonat ist der September, der noch relativ warm und gleichzeitig wesentlich trockener ist als die Vormonate. Die im September meist herrschende mehrwöchige Schönwetterzeit wird als „Altweibersommer“ bezeichnet. Anfang Oktober sinken die durchschnittlichen Tagestemperaturen meist wieder auf unter 10 °C,  die Blätter der Bäume beginnen sich zu verfärben und zu fallen – im Übrigen heißt der November in Tschechischen „listopad“, also Blätterfall.  Gleichzeitig kann es schon zu Frost kommen, der den kommenden Winter ankündigt.

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Datum: 03.01.2010
 
 
 

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