Den Schülern stehen drei Typen von Gymnasien zur Auswahl – das Vierjährige, das Sechsjährige und das Achtjährige, wobei Letzteres an die ursprüngliche, traditionelle Gymnasialausbildung in der Tschechischen Republik anknüpft. Jedes Jahr wird bei den Anmeldungen die Kapazität der möglichen Schüler um ein Mehrfaches überschritten. Diejenigen, die das Glück haben, an einem Gymnasium aufgenommen zu werden (die Aufnahmeprüfungen finden jeweils im April statt), treten nach Abschluss der fünften Klasse der Grundschule ein. Traditionell werden die Klassen am Gymnasium mit den lateinischen Namen bezeichnet: Prima, Sekunda, Tertia, Quarta, Quinta, Sexta, Septima, Oktava. Mit der Zeit kam zu den vierjährigen und achtjährigen Gymnasien noch das sechsjährige Gymnasium hinzu, das die Schüler nach Abschluss der siebten Klasse der Grundschule besuchen. Die Anmeldung für das vierjährige Gymnasium erfolgt in der neunten Grundschulklasse.
Seit der so genannten
„Samtenen Revolution” im Jahr 1989 werden in Böhmen und Mähren vermehrt auch kirchliche Gymnasien gegründet. Die erste derartige Schule war das Brünner Bischöfliche Gymnasium, das im September 1990 den Unterricht aufnahm.
Auch zweisprachige Gymnasien, in welchen der Unterricht teilweise in einer Fremdsprache gehalten wird, und die so genannten Sprachgymnasien, an welchen der Schwerpunkt auf dem Sprachunterricht liegt, sind in unserem Land sehr beliebt. Aber selbstverständlich werden auch mathematische, naturwissenschaftliche und humanistische Gymnasien sowie Sportgymnasien angeboten.
Ein spezielles Gymnasium ist das Prager Mensa Gymnasium. Es ist die einzige Mittelschule des Landes, die auf hochbegabte Schüler spezialisiert ist, und sogar weltweit das einzige, von einer nationalen Mensa-Organisation betriebene Gymnasium. Die Grundvoraussetzung zur Aufnahme an diesem achtjährigen Gymnasium ist das Ablegen eines Intelligenztests mit einem Resultat von mehr als 130.