Die tschechische Wissenschaft hat ein neues Zentrum für Polymerwerkstoffe und -technologien
photo: (Stanislava Kyselová, Akademický bulletin a Vladimír Raus, ÚMCH)
Tschechische Wissenschaftler haben ein neues Zentrum samt Anlagen und verschiedenen Einrichtungen, die sie zur Erforschung von Polymerwerkstoffen und -technologien einsetzen können. Das neue Wissenschaftszentrum soll sich unter anderem mit der Entwicklung einer Technologie zum Recyceln von Polyurethanschaum aus Autowracks beschäftigen, die es ermöglicht, unerwünschte Abfälle in wiederverwendbare Ausgangsmaterialien zur Herstellung neuer Produkte und Bestandteile umzuwandeln.
Das Otto Wichterle Zentrum für Polymerwerkstoffe und -technologien ist Teil des Instituts für Makromolekularchemie der Akademie der Wissenschaften. Den Namen des
Erfinders der Kontaktlinse trägt das Zentrum nicht zufällig, denn Professor Wichterle war der Begründer des Instituts für Makromolekularchemie und beschäftigte sich außerdem mit Polymerchemie.
Die Wissenschaftler des Zentrums möchten sich auf die Erforschung von Polymeren für die Elektronik konzentrieren. Daneben sollen Etiketten für Produktverpackungen entwickelt werden, die in der Lage sind, Änderungen in der chemischen Zusammensetzung des Produkts und dessen Haltbarkeit anzuzeigen. Außerdem soll die moderne Ausstattung des Zentrums für die Erforschung von künstlichen Gelenken genutzt werden, mit dem Ziel, ihre Zuverlässigkeit und Lebensdauer zu verbessern, aber auch Studenten bei ihrer Ausbildung im Bereich der makromolekularen Technologien sowie Wissenschaftlern aus der Industrie zur Verfügung stehen. Das Zentrum wurde mit finanzieller Unterstützung aus EU-Mitteln gebaut.