Die Abkürzung IKEM wird im tschechischen Sprachgebrauch recht häufig verwendet, doch nicht jeder könnte erklären, was diese Abkürzung genau bedeutet. Alle wären sich aber in einem einig: IKEM ist die Bezeichnung für einen Ort, an welchem Ärzte schwerkranken Patienten das Leben retten – gemeint ist das X1 Institut Klinické a Experimentální Medicíny/ Institut für klinische und experimentelle Medizin X1.
IKEM ist in der tschechischen Öffentlichkeit vor allem als Klinik bekannt, die sich auf Organtransplantationen spezialisiert. Ihr Wirkungsbereich ist jedoch weit vielfältiger. Die wissenschaftliche Forschungsarbeit am Institut beschäftigt sich neben der Transplantationsmedizin mit der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetologie und der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen. Seit mehr als 40 Jahren werden in der Klinik Patienten behandelt und während der gesamten Zeit haben die Ärzte die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt. In den Jahren 2000 – 2010 wurden hier 416 Herztransplantationen, 641 Lebertransplantationen und 2.021 Nierentransplantationen durchgeführt.
Die Ärzte des IKEM wurden auch im Ausland für ihre Arbeit anerkannt. Der Arzt Michal Dubský zum Beispiel bekam eine Auszeichnung von der Amerikanischen Diabetes -Gesellschaft für seine Arbeit bei der Behandlung des sogenannten „Diabetischen Fußsyndroms“ (Durchblutungsstörungen, Empfindlichkeit, schlecht heilende Wunden), das er mit der Transplantation von patienteneigenen Stammzellen behandelt. Die Ärzte retten mit dieser Methode den Fuß eines Patienten, der sonst hätte amputiert werden müssen.