Der Titel „Der tschechische Kopf“ erwarb zum Beispiel auch Prof. Dr. med. Josef Koutecký, DrSc. für sein Lebenswerk und Forschung im Bereich der Kinderonkologie. Der Preis INDUSTRIE, um den sich auch ausländische Firmen bewerben können, gewann die Gesellschaft C.C. Novasoft, a.s. für eine einzigartige Softwarelösung „NovaVoice®“, die gesprochenes Wort in geschriebenen Text umsetzen kann. Es schafft auch die Umsetzung eines fachlichen Vortrags, da es aktuell einen Wortschatz von einer halben Million Wörter besitzt. „Der Statut des Wettbewerbes setzt die Erteilung des Preises einer inländischen oder ausländischen, in der Tschechischen Republik tätigen Firma vor, die in dem Zeitraum höchstens 12 Monate vor dem Abschlussdatum für Anmeldungen die markanteste neue Technologie oder Produkt auf dem Gebiet der Tschechischen Republik realisierte,“ heißt es auf den Internetseiten
http://www.ceskahlava.cz. Zum jüngsten Laureaten wurde der erst vierzehnjährige Martin Fiala von der Hauptschule Pohořelice, der die PC- Enzyklopädie „Geografie Asiens“ entwickelte. Diese Enzyklopädie können auch Blinde nutzen, weil es alle 76 Artikel auch in gesprochener Version gibt. Ein weiteres Tschechisches Köpfchen ist Marek Fišer aus Pardubice, der das Programm MAMURE für die optische Notenerkennung erstellte. Das Programm MAMURE kann ein Musikstück von einem gescannten oder fotografierten Notenblatt ins Digitale übertragen. Das Programm von Martin kann auch schiefe oder deformierte handgeschriebene Liniensysteme lesen und spart auf diese Weise vielen Leuten zahlreiche Arbeitsstunden.
„Das unbescheidene Ziel des Tschechischen Kopfes ist, das gesellschaftliche Bewusstsein auf dem Niveau eines nationalen Nobelpreises zu erreichen. Der Sinn des Projektes ist deshalb ein Bewusstsein zu schaffen, dass unser Land nur dann prosperieren kann, wenn es neue Heyrovský (Nobelpreisträger für Chemie, 1959) und Wichterle (Erfinder der Kontaktlinsen) erziehen und diese materiell und gesellschaftlich schätzen kann,“ sagen die Veranstalter des Wettbewerbes der Tschechische Kopf.
In diesem Jahr wurden bereits zum zweiten Mal auch Preise im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs für Schüler von Mittelschulen, vor allem aus wissenschaftlichen und technischen Bereichen Innovating Minds 2009 erteilt. Die Arbeiten wurden von einer angesehenen internationalen Jury, in der auch Nobelpreisträger saßen, beurteilt und bewertet. Laut Entscheidung der Fachjury gewannen Schüler aus Italien, Spanien, Slowenien und Ungarn. Der Gewinner in jeder Kategorie bekommt eine finanzielle Belohnung in Höhe von 5 000 EUR. Informationen über die Gewinner finden Sie
hier.
Der tschechische Kopf gemeinsam mit dem tschechischen Nachrichtenportal iDNES.cz verkündigten eine Umfrage über die nützlichste Erfindung der Geschichte. Fast viertausend Stimmen entschieden, dass diese Erfindung das Internet (1803 Stimmen) ist. Der Buchdruck (1449 Stimmen) gewann den zweiten Platz und die Impfung (1247 Stimmen) erhielt die Bronzemedaille. Das Papier (1052 Stimmen) kam auf den vierten Platz. Die Top Ten der nützlichsten Erfindungen schließt die Toilette (471 Stimmen) ab. Die Fernbedienung und Atombombe endeten mit jeweils zehn Stimmen auf den letzten beiden Plätzen.