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Außenhandel 2010

 
photo:  (sxc.hu)
 

Beim Außenhandel der Tschechischen Republik konnte im Jahr 2010 ein positives Wachstum festgestellt werden. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zu 2009 um 19,0 % auf 4.911,8 Mrd. CZK und erreicht somit den höchsten Wert seit dem Entstehen der Tschechischen Republik. Die Handelsbilanz weist einen Überschuss von 124,5 Mrd. CZK aus, 25 Mrd. CZK weniger als 2009.

 
Die Informationen über den Außenhandel der Tschechischen Republik, die vom Ministerium für Industrie und Handel veröffentlicht werden, zeigen verschiedene, spezifische Ansichten auf die Handelsbeziehungen zwischen der Tschechischen Republik und dem Ausland. Insgesamt resultiert aus den Statistiken, dass der Export der Tschechischen Republik 2010 um insgesamt 17,7 % gewachsen ist und sich auf 2.518 Mrd. CZK belief. Der Import stieg um 20,3 % auf 2.393,6 Mrd. CZK.

Besonders beeinflusst wurden die Ergebnisse 2010 von der wachsenden, internationalen Nachfrage an die verarbeitende Industrie. Die Hauptgruppe der exportierten Produkte bildeten Maschinen und Fahrzeuge, darunter Straßenfahrzeuge, elektrische Einrichtungen, Maschinen und Geräte, EDV-Technik, allgemein in der Industrie verwendete Maschinen und Telekommunikationssysteme. Bei Personenwagen wuchs der Außenhandelsüberschuss um 39,3 Mrd. CZK, bei Ersatzteilen und Zubehör in der Automobilindustrie um 7,3 Mrd. CZK.

Auch der Aufschwung der internationalen Wirtschaft hatte einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Außenhandels der Tschechischen Republik. Besonders das Wachstum der deutschen Wirtschaft wirkte sich positiv aus, da Deutschland der wichtigste Exportmarkt Tschechiens ist. 31,9 % des tschechischen Exports ging 2010 in die Bundesrepublik, was gegenüber dem Export von 2009 ein Wachstum von 15,6 % ausmacht und einen Beitrag von 28,6 % am Gesamtexportwachstum.

Statistische Import- und Exportstruktur

Bei der Betrachtung der Warenstruktur des tschechischen Außenhandels zeigt sich, dass sich die Anteile von Maschinen und Fahrzeugen (von 53,6 % auf 54,2 %), Rohstoffen und mineralischen Brennstoffen (von 6,3 % auf 6,7 %) und chemischen Erzeugnissen (von 6,4 % auf 6,5 %) erhöht haben. Kleiner wurden die Anteile von Halbfertigprodukten und Material (von 17,6 % auf 17,4 %), industriellen Konsumgütern (von 11,8 % auf 11,2 %) und Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Rohstoffen und Produkten (von 4,4 % auf 4,0 %).

Die Importstatistik zeigt im Vorjahresvergleich einen Anstieg des Anteils bei Maschinen und Fahrzeugen (von 41,3 % auf 43,2 %), bei Halbfertigprodukten und Material (von 17,6 % auf 17,9 %) und bei Rohstoffen und mineralischen Brennstoffen (von 11,5 % auf 12,3 %). Hingegen ist der Anteil von chemischen Erzeugnissen (von 11,2 % auf 10,6 %), von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Rohstoffen und Produkten (von 6,4 % auf 5,5 %) und von industriellen Konsumgütern (von 12,0 % auf 10,4 %) am Gesamtimport zurückgegangen.

Betrachtet man die Länderstruktur des Außenhandels der Tschechischen Republik so wuchs der Exports in Staaten der EU um 16,5 % (299,6 Mrd. CZK) und derjenige in Länder außerhalb der EU um 24,5 % (80,0 Mrd. CZK). Der Anteil gegenüber dem Gesamtexport fiel für den Export in Staaten der EU leicht von 84,7 % auf 83,9 %. Das größte absolute Wachstum konnte der Export aus der Tschechischen Republik nach Deutschland aufweisen (108,5 Mrd. CZK). Das größte relative Wachstum hingegen der Export in die übrigen Länder, in die GUS-Staaten und die anderen entwickelten Marktwirtschaften inkl. EFTA-Staaten. Unterdurchschnittliches Wachstum zeigt der Export in die europäischen Schwellenländer und Entwicklungsländer.

Der Import aus Staaten der EU wuchs um 14,3 % (190,3 Mrd. CZK) und aus Staaten außerhalb der EU um 32,4 % (214,3 Mrd. CZK). Der Anteil der EU-Staaten am Gesamtimport allerdings fiel von 66,8 % auf 63,4 % und derjenige der anderen entwickelten Marktwirtschaften von 6,6 % auf 6,1 %. Das deutlichste relative Wachstum zeigte der Import aus den übrigen Staaten, gefolgt von den GUS-Staaten, den Entwicklungsländern, den europäischen Schwellenländern und den EFTA-Staaten. Unterdurchschnittliches Wachstum weist der Import aus den anderen entwickelten Marktwirtschaften auf. Das größte absolute Wachstum verzeichnet der Import aus Deutschland (82,3 Mrd. CZK).
 
 
Autor: Ivana Jenerálová
 
Quelle: mpo.cz
 
Datum: 12.06.2011
 
 
 

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