Kofola – Ein tschechoslowakisches Phänomen
photo: (kofola.cz)
Für Tschechen und Slowaken eine alte Bekannte, für Fremde eine Überraschung – das ist Kofola. Dieses nichtalkoholische, etwas an Cola erinnernde Erfrischungsgetränk gehört in der Tschechischen sowie in der Slowakischen Republik traditionell zu den bekanntesten und äußerst beliebten Getränken.
Kofola wurde Ende der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt. Auf höchster politischer Ebene der ehemaligen Tschechoslowakei wurde damals entschieden, dass es eine Alternative zur im Lande nicht erhältlichen Coca-Cola und Pepsi-Cola geben sollte.
1960 wurde Kofola erstmals auf den Markt gebracht und während der siebziger Jahre entwickelte sie sich zu einem Gegenpol zum „kapitalistischen“ Getränk Coca-Cola. Nach dem Fall des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 musste sich Kofola dem Wettbewerb mit ausländischen Süßgetränken stellen, denn das Land wurde von Coca-Cola und Pepsi-Cola geradezu überschwemmt. Kofola verschwand für einige Zeit völlig von der Bildfläche. Seit 1998 begann Kofola jedoch den Markt zurückzuerobern. Heute ist es wieder eines der am meisten verkauften Cola-Getränke in der Tschechischen Republik.
Das Erfolgsgeheimnis von Kofola liegt im einzigartigen Geschmack des KOFO-Sirups, der die Basis des Getränks bildet. Er besteht aus Kräuter- und Fruchtextrakten, ist koffeinhaltig und setzt sich aus 14 natürlichen Inhaltsstoffen zusammen. Diese geben dem Getränk seinen unverwechselbaren, erfrischenden Geschmack und das charakteristische Aroma. Im Vergleich zu den klassischen Cola-Getränken hat Kofola etwa ein Drittel weniger Zucker und nur halb so viel Koffein. Kofola enthält keine Phosphorsäure. Sie ist leicht mit Kohlensäure versetzt, lässt sich problemlos auch in größeren Mengen trinken und löscht den Durst auf angenehme Weise. Am besten schmeckt sie gut gekühlt.
Neben Kofola originál gibt es auch die Sorten Kofola citrus, mit leichtem Zitronengeschmack, und Kofola ohne Zucker.