Der tschechische Pavillon weckt nie dagewesenes Interesse. Davon zeugt auch die Tatsache, dass den Pavillon bis Mitte August bereits knapp 5 Millionen Gäste besucht haben.
Die Weltausstellung EXPO 2010 wir oft als wirtschaftliche und kulturelle Olympiade der Nationen verstanden. Daher auch das klare Ziel bei der Präsentation der Tschechischen Republik: Bei den Besuchern des tschechischen Pavillons das Interesse an diesem Land wecken. Die Tschechische Republik soll als attraktives Reiseziel, einzigartiger Kulturraum, verlässlicher Geschäftspartner und ein Land mit vielversprechenden Investitionsmöglichkeiten wahrgenommen werden.
Der tschechische Beitrag für die EXPO 2010 trägt den Titel „Früchte der Zivilisation“, der gleichzeitig auch das Thema wiedergibt. Die Tschechische Republik des dritten Jahrtausends wird als Kreuzung dargestellt, an welcher Gedanken, Kulturen und Technologien aufeinandertreffen. Der tschechische Pavillon hat eine Fläche von 2 000
m2. Das Gebäude bildet eine imaginäre Stadtlandschaft. An der Fassade des Hauses ist das historische Zentrum von Prag mit Hilfe von 63 415 Eishockeypucks nachgebildet. Die Pucks stehen für die Sportart, die die Tschechische Republik weltberühmt gemacht hat.
Im Inneren des Pavillons finden die Besucher eine fiktive tschechische Stadt. 20 Kuben bilden die Blöcke der Stadt, in welchen geformt, gezaubert, gefertigt, beobachtet und gelauscht wird. Zu den Objekten, die im Rahmen der Ausstellung vorgestellt werden, gehören nicht nur die Erfindungen, die auf der ganzen Welt Anerkennung gefunden haben (z. B. Kontaktlinsen, Schiffschraube, Nanofasern und Virostatika), sondern auch historische Sehenswürdigkeiten (z. B. Karlsbrücke
(karte), Prager Burg
(karte)), Kunstwerke (z. B. Slawisches Epos von Alfons Mucha) und weitere Einzigartigkeiten (Prager Rathausuhr und der Alleskönner Jára Cimrman). Das meist bewunderte Exponat des tschechischen Pavillons ist LacrimAu, eine riesige Träne aus purem Gold.
Bestandteil des tschechischen Beitrags ist auch ein reiches Begleitprogramm. Sie finden es hier.
Die chinesische Stadt Chu-čou hat bereits Interesse am tschechischen Pavillon gezeigt, der in einem der neuen Stadtviertel aufgebaut werden soll. Wie es mit dem Pavillon nach der Weltausstellung weitergehen soll, steht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht fest.