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Mehrwertsteuer (MwSt.)

 
photo:  (sxc.hu)
 

Die Mehrwertsteuer stellt eine der wichtigsten Staatshaushaltseinnahmen dar. Sie wird von allen beim Einkauf der meisten Waren und Dienstleistungen bezahlt. Diese Steuer wird praktisch auf der ganzen Welt bemessen und die Tschechische Republik ist selbstverständlich keine Ausnahme. Das Prinzip der Mehrwertsteuer besteht darin, dass der Lieferant, falls er als MwSt.-pflichtig registriert ist, einen Teil des Wertes vom realisierten Geschäft dem Staat abführen muss, sofern dieses Geschäft zum Steuergegenstand wird.

 

Das Prinzip der x1 Mehrwertsteuer x1 liegt in der Abführung der Steuer nur aus dem Unterschied zwischen den Inputs und Outputs, also daraus, um wieviel der Preis der Ware erhöht wird. Das Subjekt zahlt den Lieferanten den Preis einschließlich dieser Steuer und es selbst bekommt für die Ware auch einen Preis einschließlich dieser Steuer. In den Staatshaushalt führt er dann den Unterschied zwischen der erhaltenen und der bezahlten Steuer ab, eventuell kann ihm die Steuer auch zurückgezahlt werden.

Die Europäische Union definiert die Waren und Dienstleistungen, die zum Gegenstand des ermäßigten MwSt.-Satzes werden können (aber nicht müssen), und setzt die Mindesthöhe des MwSt.-Grundsatzes (15 %) und die Mindesthöhe des ermäßigten MwSt.-Satzes (5 %) fest.

Neu ist die Selbstbemessungssteuer bei Geschäften zwischen den EU-Staaten. Diese Maßnahme erzwang sich das grenzüberschreitende Geschäft im Rahmen der Europäischen Union. Der Importeur von Waren und Dienstleistungen, der die Ausgangssteuer bemisst, bemisst selbst die Vorsteuer. Diese bringt er dann bei der Abrechnung mit dem Finanzamt als Abzug zur Geltung.

Tschechische Republik

Am 31. 12. 2009 erschien in der Gesetzessammlung unter der Nr. 489/2009 Slg. die Novelle des Mehrwertsteuergesetzes, die ab 1. Januar 2010 wirksam ist. In der Praxis bedeutet das, dass die MwSt. ab 1. Januar 2010 um einen Prozentpunkt erhöht wird. Der ermäßigter MwSt.-Satz beträgt 10 % und der MwSt.-Grundsatz beträgt 20 %.

Zum MwSt.-Zahler wird jedes Subjekt, das einen Sitz, eine Betriebsstätte oder einen Unternehmungsort hat und als MwSt.-pflichtig registriert ist. In Tschechien muss ein Subjekt pflichtgemäß zum Zahler werden, dessen Umsatz in den unmittelbaren 12 vorangehenden, nacheinander folgenden Kalendermonaten den Betrag von einer Million Kronen überschreitet. Eine Anmeldung zur Registrierung muss dieses Subjekt innerhalb von 15 Tagen nach dem Ende des Termins, in dem es das festgesetzte Limit überschritt, einreichen. Zum Zahler wird er dann am ersten Tag des dritten Monats, der nach dem Monat folgt, in dem er den festgesetzten Umsatz überschritt. Falls das Subjekt dies nicht macht, ist das Finanzamt gesetzmäßig verpflichtet, ihm eine Strafe aufzuerlegen, und zwar in der Höhe von 10 % von allen Einnahmen für die Periode, in der es MwSt.-Zahler sein sollte und nicht war.

Eine weitere Variante stellt dann der freiwillige MwSt.-Zahler dar. Das bedeutet, dass sich die Firma oder die Person selbst als MwSt.-Zahler anmeldet, obwohl ihr Umsatz die vom Gesetzt festgesetzte Summe, also eine Million Kronen, nicht überschritt. Das Finanzamt teilt dann die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) zu, die zur Identifizierung der Zahlungen von dem Zahler dient. Den MwSt.-Pflichtigen wird diese Nummer automatisch zugeteilt. Die freiwilligen MwSt.-Zahler zahlen die Mehrwertsteuer jedes Quartal. Die pflichtigen MwSt.-Zahler zahlen die MwSt. jeden Monat. Die Steuer ist immer zum 25. Tag nach der Beendigung der Steuerperiode fällig.

www.mfcr.cz/en

 
 
Autor: Aleš Martínek
 
Datum:
 
 
 

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