In der Tschechischen Republik werden Braun- und Schwarzkohle1) gefördert. Braunkohle wird überwiegend im Tagebau in Nordböhmen gefördert. Diese Art der Förderung ist jedoch für die Landschaft äußerst schädlich und daher in der Tschechischen Republik rückläufig. Die Braunkohle wird vor allem für die Erzeugung elektrischer Energie verwendet. In der Vergangenheit war die Umgebung von Braunkohle-Elektrizitätswerken sehr verschmutzt, aber dank der technischen Aufrüstung der Elektrizitätswerke in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Schadstoffemissionen deutlich gesenkt. Schwarzkohle wird in der Tschechischen Republik überwiegend in Nordmähren, in der Gegend von Ostrava und Karviná gefördert. Diese Kohle zeichnet sich durch ihre hohe Qualität aus, daher wird fast die Hälfte der geförderten Menge zu Koks verarbeitet, der dank seiner Qualität2) im Hüttenwesen und in der chemischen Industrie Verwendung findet. Darüber hinaus verfügt die Tschechische Republik ebenfalls über ein kleines Erdölvorkommen. Dieses Erdöl ist von hoher Qualität und wird nur in der chemischen Industrie für die Herstellung von Schmierstoffen verwendet. Die Stromerzeugung wird in der Tschechischen Republik überwiegend von Wärmekraftwerken übernommen, die nahe der Kohlelagerstätten angesiedelt sind. Diese Kraftwerke leisten 66 % der gesamten Stromerzeugung. Eine weitere wichtige Elektrizitätsquelle sind derzeit zwei Kernkraftwerke, eines davon befindet sich in Temelín in Südböhmen und eines in Dukovany in Südmähren, wo ein Zwischenlager für abgebrannten radioaktiven Brennstoff errichtet wurde. Ihr Anteil an der Erzeugung elektrischer Energie beträgt 31 %. In der Tschechischen Republik befindet sich auch viele Wasserkraftwerke, aber wegen Charekter der hiesigen Wasserflüsse (längere und nur langsam fließene Flüsse) sind für Stromherstellung nur künstlich Talsperen ausgenutzt. Ihre Energieherstellunganteil ist also nur 3% und sie dienen überwiegend für Leistungsausgleichen in Notfällen. In letzter Zeit steigt bedeutend auch Anteil der erneuerbaren Quellen. Windkraftwerke werden auf passenden Stellen gebaut, wo regelmäßige Winde wehen. Es ist Gebiet in West Böhmen und im Erzgebirge. Dank der Dotation dieser Energieherstellung werden Windenergieanteile steigen. Der Energieanteil aus den erneuerbaren Quellen (EQE) zu den primären Energiequellen (PQE) war 2,9%. Der Überblick über Typen der erneerubaren Quellen und ihre Vertretung zeigt folgende Tabelle. Tabelle Gesamte Energie aus erneuerbaren Quellen im Jahre 2004 Energie Energie im Brennmaterial benutzt auf Energieherstellung (GJ) Energie im Brennstoff benutzt auf Energieherstellung (GJ) Primär Energie (GJ) Energie aus OZE ingesamt (GJ) Antel auf PEQ Energie anteil aus EQE Biomassse (außer dem Haushalt) 18 439 714,8 4 155 069,6 - 22 594 784,4 1,17% 40,42% Biomassse (des Haushaltes) 19 500 000,0 - - 19 500 000,0 1,01% 34,88% Wasserkraftwerke - - 7 269 840,0 7 269 840,0 0,38% 13,00% Kommunale Abfallstoffe (BRO) 2 452 371,7 52 894,1 - 2 505 265,8 0,13% 4,48% Biogas 1 288 160,9 814 285,8 - 2 102 446,7 0,11% 3,76% Flüssige Biobrennstoffe - - 1 313 014,0 1 313 014,0 0,07% 2,35% Wärmekraftwerk (Umgebungswärme) - - 500 000,0 500 000,0 0,03% 0,89% Solarthermalkollektor - - 82 000,0 82 000,0 0,00% 0,15% Windkraftwerke - - 35 534,9 35 534,9 0,00% 0,06% Fotovoltaische Systeme - - 278,3 278,3 0,00% 0,00% Ingesamt 41 680 247,4 5 022 249,5 9 200 667,2 55 903 164,1 2,89% 100% BRO – bilogisch zerlegbarer Teil der Kommunalabfälle Quelle: Ministeruim für Industrie und Geschäft der Tschechischen Republik, 2004 Nach dem Rückgang der Schwerindustrie in den neunziger Jahren ist die Tschechische Republik zu einem wichtigen Exporteur für elektrische Energie nach Europa geworden. Zum Vergleich: Der Umfang der hergestellte Energie in Tschechine ist ähnlich wie in Finnland, Österreich, Belgien oder in der Schweiz, Exportmenge ist vergleibar mit dem Export wie in Spanien und Groß Britanien. 1) Über Kohlequalität entscheidet vor allem Gehalt des Kohlenstoffes, je äleter Kohle ist desto mehr Kohlenstoff behaltet und damit es auch mehr heizkräftig ist. Schwarzkohle - ältere- kommt aus der Steinkohlenzeit, Braunkohle - jüngere - kommt aus 2) Koks ist erstrangiges Reaktionsmittel in Kohleofen und kann nicht alleine von anderen Brennstoff ersetzen sein - vor allem deswegen, weil höhere Temperatur bildet und Luftanwesenheit ermöglicht.