Er ist der Kameramann vom Dienst bei Miloš Forman und ihre Zusammenarbeit unterbrachen sie auch nach Formans Emigration in die USA nicht.
Der zweite Regisseur, der Ondříček zu weltweiter Berühmtheit verhalf, war der Engländer Lindsay Anderson, mit dem Ondříček drei Filme drehte, darunter If … In den USA filmte er neben den Filmen von Miloš Forman (Ich bin durchgebrannt - Taking off, Amadeus und weitere) z.B. die Titel Eine Klasse für sich (A League of Their Own, Regie Penny Marshall), Garp und wie er die Welt sah (The World According to Garp, Regie G. R. Hill) und weitere.
Ondříčeks Stil ist absichtlich einfach, und präzise in seiner Kommunikation. Seine Bilder sind vollkommen in ihrer Komposition und stehen mit der Atmosphäre und der Erzählweise der Begebenheit in Einklang. Er lenkt die Aufmerksamkeit nicht durch eine Bildexhibition um ihrer selbst willen von der Geschichte ab und hält sich vom Manierismus fern. (Eine Überzeugung, die am ehesten von den ästhetischen Absichten des Cinéma vérité abstammt.)
Gegenwärtig lebt Ondricek in den USA. Sein Sohn David Ondříček ist ein erfolgreicher Filmregisseur (sein bisher bester Film heißt Grandhotel - aus dem Jahre 2006).
Bedeutende Filme:
- 1965 - Intimní osvětlení (Intime Beleuchtung) – Regie Ivan Passer
- 1965 - Lásky jedné plavovlásky (Liebe einer Blondine) - Regie Miloš Forman
- 1967 - Hoří, má panenko (Der Feuerwehrball Anuschka - es brennt mein Schatz) - Regie Milos Forman
- 1969 - If … Regie Lindsay Anderson
- 1979 - Hair - Regie Miloš Forman
- 1984 - Amadeus - Regie Miloš Forman (Oscarnominierung)