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„Slovanská epopej“ - Das „Slawische Epos“ ist zurück in Prag

 
photo:  (wikimedia.org)
 

Das „Slawische Epos“ ist das Meisterwerk des weltberühmten tschechischen Malers, Zeichners und Grafikers Alfons Mucha. Es handelt sich um einen Zyklus von 20 großformatigen Bildern, auf welchen Mucha Szenen aus der Geschichte der tschechischen Nation und anderer slawischer Völker zeigt.

 
Alfons Mucha (1860 – 1939) ist einer der berühmtesten europäischen Künstler aus der Zeit der Jahrhundertwende des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Sein Werk prägte auf bedeutende Weise den europäischen Art-Nouveau-Stil. Neben dem „Slawischen Epos“ umfasst das Werk Muchas auch hunderte von Plakaten, Buchillustrationen, Reklamen und Dekorationen. Die Motive seiner Bilder wurden auf Umschlägen, Briefmarken, ja sogar auf Banknoten verwendet.

Das „Slawische Epos“ ist Muchas bekanntestes Werk. Er malte diesen Zyklus auf dem Höhepunkt seines Schaffens auf Schloss Zbiroh in Westböhmen, nachdem er aus den USA zurückgekommen war. Die Arbeit an diesem monumentalen Werk dauerte 18 Jahre (1910 – 1928) und es entstanden 20 großformatige Leinwände – zehn zu Themen der tschechischen Geschichte und zehn zu slawischen Themen im Allgemeinen. Die größten Bilder messen 6 m x 8 m (Höhe x Breite). Er malte die Bilder auf ein Segeltuch, das er aus Belgien liefern ließ. Ursprünglich hätten alle Bilder dieselbe Größe haben sollen. Allerdings entstanden nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges Probleme bei der Lieferung des Tuchs, sodass Alfons Mucha einige Werke mit kleineren Maßen malen musste.

Mucha beendete die Arbeit am „Slawischen Epos“ im Frühling des Jahres 1928 und schenkte den Gemäldezyklus dann offiziell dem tschechoslowakischen Volk und der Stadt Prag. 

Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich die Bilder in Prag, wurden aber durch Feuchtigkeit beschädigt. Und so wurden sie im Jahr 1950 in das südmährische Städtchen Moravský Krumlov gebracht, nur wenige Kilometer von Muchas Geburtsort Ivančice entfernt. Die Gemälde wurden im dortigen Renaissance-Schloss restauriert und seit 1963 auch ausgestellt.

Die Galerie der Hauptstadt Prag entschied als Verwalter der Bilder, dass der Zyklus 2011 zurück nach Prag gebracht werden sollte. Die für die Dauer von zwei Jahren geplante Ausstellung des „Slawischen Epos“ in der Nationalgalerie im Messepalast soll noch vor Ende des Jahres 2011 eröffnet werden.
 
 
Autor: Ivana Jenerálová
 
Datum: 20.12.2011
 
 
 

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