HOMEPAGE

Rund um CZ
 
Fakten über CZ
 
Kulturdaten

 

Erfolge der tschechischen Medizin

 
photo:  ()
 

Das tschechische Gesundheitswesen konnte sich schon in der Vergangenheit vieler Erfolge von internationaler Spitzenklasse rühmen. Darüber hinaus ermöglicht das hohe Niveau der tschechischen Gesundheits- und Forschungsstellen, modernste Methoden in die Praxis umzusetzen und so den Patienten aus der Tschechischen Republik sowie aus der ganzen Welt zu helfen.

 

Onkologie

Das Prager Krankenhaus Na Homolce führt Untersuchungen von Krebspatienten mit Hilfe der sog. hybriden PET Kamera durch, die einen Tumor schon im Frühstadium erkennen kann. Nach der erfolgreichen Erprobung dieses Gerätes in der Praxis kommen Ärzte aus ganz Europa in das Krankenhaus Na Homolce, um hier Erfahrungen zu sammeln.

In einigen Ländern der Welt, einschliesslich der Tschechischen Republik, wird eine Vakzine, die die Krebsentstehung des Gebärmuttermundes vermeiden sollte, klinisch getestet . Die Tests sollten Mitte des Jahres 2006 enden, wonach die Impfung an Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren verabreicht werden könnte. 

Seit dem Jahr 2002 wird in der Tschechischen Republik auch ein interessanter Eingriff gegen Uterus-Myomen bei Frauen  durchgeführt. Mit Hilfe von Laparoskopie und Ultraschallskalpell werden die Gebärmutterblutgefäße, die gleichzeitg die Myome versorgen, völlig abgeschlossen. Der Vorteil dieser Methode besteht in der Möglichkeit einer weiteren Schwangerschaft, und die Effektivität ist sehr hoch. 

Kardiologie

Die Tschechische Republik kann sich des besten Zentren-Netzwerks in Europa für die Betreuung von Menschen mit akutem Infarkt rühmen. Die Ärzte aus diesen Zentren können den Patienten problemlos verstopfte Adern reinigen und  kleine Herzschädigungen somit verhüten. 

In der Tschechischen Republik werden manche zwei- und dreizipfelige Herzklappen, das Herzkammerseptum und Herzrythmusstörungen neuerdings mit Hilfe von einigen Einstichen und Nadeln operiert – praktisch laparoskopisch. Diese Methode ist für die Patienten viel schonender, weil keine Brustkorböffnung durchgeführt werden muss.

Im Jahre 2003 wurde in Tschechien, dem ersten Land Osteuropas, zum erstenmal das sog. mechanische Herz verwendet. Es handelt sich um einen provisorischen Herzersatz, der dem Patienten ermöglicht, die Zeit bis zum Erhalt eines geeigneten Organs zur Transplantation zu überbrücken.  

Chirurgie

Seit Ende des Vorjahres führen die Ärzte in der Tschechischen Republik auch die Refraktionsoperation der künstlichen weichen Linseaugeneinwärts durch. Bei der Operation wurde vor die Iris des Patientenauges eine spezielle Kontaktlinse eingelegt, die einwächst. Sie ermöglichte dem Patienten, seine Dioptriezahl um 13 zu verringern.

Einen wesentlichen Fortschritt in der praktischen Medizin stellt der Roboter Da Vinci dar. Es handelt sich um ein Gerät mit mehreren „Fangarmen“, die von dem Chirurgen gesteuert werden. Mit Hilfe dieses Roboters kann der Arzt durch eine kleinere Öffnung  tiefer in den Patientenkörper gelangen, als wenn er selbst operierte. Darüber hinaus kann der Chrirurg seinen Eingriff besser ausrichten und er kann sich gewandter im Köper bewegen. In der Zukunft sollten auf diese Weise mehr als 500 Patienten pro Jahr operiert werden.

Im April 2005 führten Ärzte in Brünn eine dreifache Transplantation durch, bei der sie dem Patienten gleichzeitig Herz, Niere und Leber – alles von einem einzigen Spender – implantierten.

Im Jahr 2004 wiederum implantierten  tschechische Ärzte einer Patientin mit einer Augenverätzung mit konzentrierter Essigsäure eine spezielle Augenprothese (sog. biokompatible Keratoprothese ), mit der es der Patientin ermöglicht wird, bis zu zwei Meter weit zu sehen.

Zukunftsmusik stellt die Dünndarmtransplantation von einem Spender dar, was die tschechischen Ärtze noch testen und deren Durchführung sie ungefähr in zwei Jahren planen.

Neue Medikamente

In der Tschechischen Republik wird auch ein neues Medikament gegen Krebs klinisch getestet. Es basiert auf dem Prinzip des genauen Zielens, d.h. der Einwirkung des Wirkstoffes erst an der Tumorstelle. Die Präparate, die von dem tschechischen Prinzip abgeleitet sind, werden auch in den Vereinigten Staaten, in Japan und in Grossbritanien entwickelt.

Das Präparat Hepsera – ein einzigartiges Medikament, das zur Behandlung der sehr gefährlichen Gelbsucht Typus B bestimmt ist – wurde im Jahre 2004 von seinem Entwickler Antonín Holý vorgestellt. Dieses Medikament, das auf einem Wirkstoff, der ursprünglich zur AIDS-Heilung eintwickelt wurde, aufbaut, wird in den Vereinigten Staaten geprüft und hergestellt.

In Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Team entwickelten tschechische Forscher auch das Aids-Medikament Truvada , an dem auch Antonín Holý  wesentlich beteiligt war. Mit diesem Medikament wird das HIV-Virus in seinem Frühstadium radikal abgetötet, womit eine wesenliche Verlängerung und Qualitätsverbesserung des Lebens des Patienten errreicht wird. 

 
 

Links

 
Autor:
 
Datum: 29.12.2009
 
 
 

Mehr zum Thema

 
Kulturdaten
 
 

Industriearchitektur Teil 2.

Das Interesse an Industriedenkmälern und Industriearchitektur, an der die industrielle Entwicklung...

 
 
Kulturtipps
 
 

49. Internationales Fernsehfestival...

Das Internationale Fernsehfestival „Zlatá Praha/ Goldenes Prag“ mit dem Untertitel „Die...

 
 
Kulturdaten
 
 

In Prag eröffnet die Ausstellung...

Das berühmte „Slawische Epos“ wird wieder in Prag ausgestellt. Liebhaber Muchas und seiner...

 
 
Freizeit
 
 

„Besucher-Oscar“ für Český Krumlov

Český Krumlov (historischer deutscher Name: Böhmisch Krumau) gehört zu den größten Schätzen der...

 
Favoriten

Die Geschichte der bildenden Kunst

Was geschah in der bildenden Kunst am Wendepunkt der böhmischen Geschichte…

Klima

Tschechische Republik ist ein Binnenland, das in der milden Breite der…

Große Entdeckungen der Gegenwart

In den letzten Jahrzehnten wartete die tschechische Wissenschaft mit vielen…

Tschechisch

Tschechisch gehört zur Gruppe der westslawischen Sprachen. Aus einer anderen…