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Karel Hynek Mácha

 
photo:  (www.cojeco.cz)
 

Tschechischer Dichter und Prosaiker, der bedeutendste Vertreter der tschechischen Romantik und einer der größten tschechischen Dichter.

 
(1810–1836)

Gründer der modernen tschechischen Poesie. Er wurde besonders mit dem lyrisch-epischen Gedicht Máj (1836) berühmt, das eines der schönsten Werke der tschechischen Literatur darstellt. In dem Gedicht schildert er eine tragisch romantische Geschichte, zu der ihn angeblich ein wahres Ereignis inspirierte.

In seinem kurzen Leben schuf er viele Werke. Es schrieb Poesie, Prosa sowie Dramen. Seine ersten dichterischen Versuche schrieb er auf Deutsch, das er perfekt beherrschte. In der Prosa widmete er sich vor allem historischen Themen. Seine umfangreichste Prosa stellt der Roman Cikáni (Zigeuner) dar. Von seinen weiteren Prosen sind zumindest folgende zu nennen: Křivoklad, Obrazy ze života mého (Večer na Bezdězu, Márinka) (Bilder aus meinem Leben, Ein Abend auf Bezděz, Marinka), Pouť krkonošská (Die Wanderung im Riesengebirge), Návrat (Die Rückkehr), Klášter sázavský (Das Kloster in Sázava), Valdice, Rozbroj světů (Zwietracht der Welten) oder Sen (Traum). Mácha hatte vor, einen großen vierteiligen Roman zu schreiben, der wegen seinem frühem Tod nur in Skizzen blieb. Karel Hynek Mácha starb unerwartet im Alter von nur 26 Jahren. Der größte Teil seiner Werke erschien erst nach seinem Tod. 

Mácha reiste leidenschaftlich gern, am liebsten ging er zu Fuß. Er suchte vor allem romantische Orte auf, die mit der Geschichte und der Naturschönheit verbunden waren. Er liebte das Wandern zu Ruinen tschechischer Burgen, die er oft zeichnete, weil er auch eine malerische Begabung hatte. Es erhielten sich 115 Zeichnungen und Aquarelle der „erblickten Burgen“. Im Jahr 1834 unternahm er seine längste Reise über Österreich und die Alpen nach Italien, über die er das Werk Deník na cestě do Itálie (Tagebuch auf der Reise nach Italien) schrieb.

Während seines Lebens hatte er viele Kritiker (zum Beispiel J. K. Tyl), die ihn des ungenügenden Nationalempfindens und dessen, dass er dem Einfluss von Byrons Poesie zu viel unterliegt, beschuldigten. Auch in seiner Zeit hatte er Bewunderer, die ihn für eine außergewöhnliche Persönlichkeit der Poesie hielten. Es bekannten sich zu ihm viele Schriftsteller, die in der tschechischen Literatur als die sog. Májovci bekannt wurden, z. B. Jan Neruda und andere. Weitere Informationen finden Sie hier . 
 
 
Autor: Ivana Jenerálová
 
Datum: 19.02.2010
 
 
 

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