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Traditionelle Produkte

 
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Die tschechische Industrieproduktion hat eine reiche Tradition und viele ihrer Produkte erlangten Weltruhm.

 
 
In Anbetracht dessen, dass in der Tschechischen Republik mehrere Zehntausend Produkte hergestellt werden, kann die folgende Auswahl lediglich eine Präsentation der wirklich berühmtesten, bedeutendsten oder auf gewisse Weise auch kuriosesten Produkte sein.

Glas

Die Glasindustrie hat in der Tschechischen Republik eine sehr lange Tradition. Sie entwickelte sich dank der dort verfügbaren Rohstoffe insbesondere in den Gebirgsregionen, womit sie zur Entwicklung der bis dahin spärlich besiedelten und rückständigen Gebiete beitrug. Das Sortiment ist breitgefächert, eine Spezialität sind Bleikristall, geschliffenes Glas und Glasfiguren.

Die wichtigsten Lokalitäten der Glasindustrie sind bereits seit dem dreizehnten Jahrhundert das Isergebirge und die Lausitzer Berge. Schönes Glas wird jedoch vielerorts in der Tschechischen Republik hergestellt, z.B. auch in Karlsbad.

Bleikristall

Bleikristall ist glitzernder, wohlklingender und ist auch stärker wie das beste Glas, da die Bestandteile des Bleikristalls hochwertiger sind. Der böhmiche Bleikristall enthält nach dem Gesetzt  mindestens 24 % Bleioxid. Die Qualiät des Bleikristalls wird auch durch die Herstellungsmetoden beeinflußt, weshalb die Produktionsverfahren sehr sorgfältig überwacht werden und jeder Produktonssschritt streng kontrolliert wird.   

Zu den typischen tschechischen Verzierungen gehört der so genannte Spitzendekor, der so die tschechische Feinschleiferschule demonstriert. Ein kompliziertes Labyrinth von Hunderten und Tausenden von Einschnitten, die ein Spinnennetz und verschiedene Formen der Graphik bilden und so die Produkte verzieren, entstehen in den Händen des kunstfertigen Bearbeiters unter einer Schleifrolle. Bei diesen Dekoren zeigt sich die funkelnde Schönheit des Bleikristalls.   

Die Produkte mit dem reichen böhmischen Schliff sind ausgezeichnete Beispiele für die Kunstfertigkeit und das Gefühl für manelle Arbeit, die keine Maschine ersetzen kann. Das Ergebnis sind vollkommene Produkte, die man in der ganzen Welt bewundert. 

Geschliffenes Glas

Bereits seit über 140 Jahren stellt die Glashütte Moser luxuriöse Trinkgläser und dekorative Gläser in klassischen und modernen Formen her. Die Glashütte wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Glasschleifer Ludwig Moser gegründet. Nach ihm wurde sie von seinen Nachkommen übernommen, die ihr zu Weltruhm verhalfen.

Obwohl das Glas der weltbekannten Firma Moser kein Blei beinhaltet, hält man es trotzdem für Bleikristall, und zwar wegen seiner komplizierten chemischen Struktur, der beachtenswerten Härte, Echtheit und der gesamten Qualität. Das geheime Herstellungsrezept macht das Glas hart wie Stein und glitzernd wie Bleikristall, aber ohne Bleibenutzung. Moser ist der Rolls Royce unter den böhmischen Glasprodukten. Es ist etwas, was berühmte Persönlichkeiten aus aller Welt als Geschenk vergeben oder selbst erhalten. Zu den treusten Kunden und Verehrern gehörten in der Vergangenheit z.B. der österreichische Kaiser Franz Josef I., der italienische König Viktor Emanuel III., Papst der Pius XI., der Schah von Persien, der äthiopische Kaiser Hail Selassie, Faisal – König von Arabien, der jordanische König Hussein, der englische König Edward VII., die englische Königin Alexandra und viele andere Monarchen, Maharadschas, Prinzessinnen, Präsidenten und Botschafter, aus der letzten Zeit zu nennen wären noch Papst Johannes Paul II., die englische Königin Elisabeth II. oder der japanische Kaiser Akihita. Alles was in der Glashütte hergestellt wurde, ist ein Sammlerstück.

Im gegenwärtigen Sortiment der Glashütte Moser sind vermutlich die populärste Getränketischgarnituren. Jede Garnitur bekam einen eigenen Namen entsprechend ihrem Charakter im direktem Verhältnis zu einer bestimmten berühmten Persönlichkeit, einer Stelle oder einer historischen Zeitperiode (z. B. die Primadonna dieser Kollektion heißt Splendid).

Im Sortiment der Glashütte Moser finden wir auch Glas, das sich in seinem Stil ein wenig von der übrigen typischen Produktion unterscheidet– der „Riesenpokal“, auch als „Tanzbecher“ bekannt. Mit dieser Benutzung eines solchen Glases, das nur Moser kennt, gewinnt der Stiel eines Bechers eine so außergewöhnliche Spannkraft, die die Rotation am Boden ermöglicht. Die Rotationfähigkeit ergibt sich sus der spezifischen Form, bei der besondere Aufmerksamkeit dem optimalen Schwerpunkt gewidmet wurde. Der Schwerpunkt ist wichtig für die Stabilität des Rotationsbechers.

Die Geschichte des Riesenpokals begann im Jahre 1956, als der Gestalter erstmas mit diesem Gedanken spielte. Der Glasmeister wollte einen Pokal machen, für einen Trinkspruch mit Freunden. Er kam zu dem Ergebnis, dass es ein Glas sein sollte, das anders als alle anderen aussehen würde. Sie sollten eine Überraschung für jeden Gast sein und auch für jeden individuell hergerichtet, für jeden entsprechend seinem Charakter. Er teilte den menschlichen Charakter in sechs verschiedene Typen und kreierte schuf also sechs Becher, die sich in Form, Höhe und Umfang unterschieden. Jeder Becher bekam nach der Charakteristik des Gesichts einen Namen (Dicke Berta, Dickerchen, Mondgesicht, Langgesicht, Latte und Schlanke Dame). Jeder Becher ist ein Unikat, jeder hat seine Grundstimmung und seinen Klang. Jeder Trinkspruch wird dann von einer Melodie begleitet, die an ein Glockenspiel erinnert.

Im Verein des Riesenpokals wurden viele bekannte Persönlichkeiten aufgenommen. Unter den Mitgliedern finden wir z. B. Königsfamilien, Filmstars oder bekannte Jazzmusiker.

Porzellan

Markenporzellan hat in der Tschechischen Republik eine lange Tradition, zu den bekanntesten gehört das Porzellan mit Zwiebelmuster aus Karlsbad mit der Marke Thun.

Die Aktiengesellschaft Český porcelán Dubí ist einer der vier Hersteller des sehr gefragten „Generationenporzellans“, des Porzellans mit dem Zwiebelmuster. Die Gesellschaft ist ein Traditionsbewahrer, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1864 zurückreichen. Seit 1997 wird die Schutzmarke aus dem Jahre 1993 mit der Kennzeichnung des Herkunftslandes ergänzt. Damit der Text der Schutzmarke besser lesbar ist, wird diese nun in blau-grüner Farbe appliziert.

Von der Gesamtproduktion der Aktiengesellschaft Karlovarský porcelán a.s. werden 70 % in mehr als 90 Länder der Welt in fünf Kontinente exportiert. Es wird insgesamt in neun Betriebsstätten produziert, wovon jede auf eine bestimmte Art spezialisiert ist. Auf dem Bild sehen Sie das traditionelle rosa Porzellan. Dieses wird bereits seit 1811 in der ursprünglichen Manufaktur in Chodov hergestellt und im Unterschied zu anderen Herstellern wird das Rosa nicht durch Glasur hergestellt, sondern bereits die Porzellanmasse wird gefärbt. Seit der Amtszeit von Präsident Havel wird dieses Porzellan mit einem speziellen Dekor bei den vom Staatsoberhaupt veranstalteten Feierlichkeiten verwendet. 

Tschechischer Granatschmuck

Dem böhmischen Granat, der nur in Böhmen vorkommt, kommt dank seiner schönen, feurig roten Farbe und Brechungstets eine Sonderstellung unter den Granaten zu. Seit der Zeit Kaiser Rudolfs II. werden ihm auch Heilkräfte zugeschrieben. Rudolf war ein Liebhaber des böhmischen Granats und besaß in seiner Sammlung eine Menge wertvoller Unikate. Der Granat sollte bei Trauer helfen und Lebensmut, Kraft und lustige Gesinnung verleihen. Mit der Zeit wuchs die Beliebheit des böhmischen Granats und Granatschmuck nicht nur hierzulande, sondern auch im Ausland. Es ist bekannt, dass die russischen Damen des kaiserlichen Hofes sich nach dem Sturz Napoleons auf dem Wiener Kongress mit dem Granatschmuck geschmückt hatten. In den 90er Jahren des 19. Jhs. kam der Granatschmuck zu seinen typischen Modellen, wo der Stein über dem Metall überwog. Diese Eigenart des Granatschmucks ist bis heute geblieben.

Die Herstellungstradition dieser echt tschechischen Kleinodien und dieVerbreitung des Ruhms in der Welt wird durch die hochqualifizierte Arbeit der Schleifer und Goldmacher weiter fortgesetzt. Die Kollektion, die zirka 3500 Modelle umfasst, wird immer wieder abgeändert. Die Modelle werden je nach Kundenwunsch in Silber, in vergoldetem Silber und in 14- bzw.18-karätigem Gold hergestellt.

Granatschmuckstücke kann man in den ausgesuchten renommierten Schaufenstern nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt sehen

Bier

Tschechisches Bier ist eine von der bekannsten Marken in der Welt. Zu den größten Brauereien gehören Brauerei Staropramen, Budvar, Bernard, PMS Přerov, Drinks Union und Starobrno. Weiter ist in der Tschechischen Republik viele kleinere Brauereien, oft Famielienfirmen, die meistens mit einem Restaurant verbinden sind. Hier können Sie sich das Bier direkt genießen. In allen Brauereien kann man sich selbstverständlich an eine Exkursion mit einer Kostprobe teilnehmen.

Prazdroj

Plzeňský Prazdroj ist die führende Brauereigesellschaft Mittel- und Osteuropas. Sie weist die größte Produktion auf und ist der größte tschechische Bierexporteur in weltweit fast 50 Länder.

Auf dem tschechischen Markt steht Plzeňský Prazdroj mit den Marken Pilsner Urquell, Gambrinus, Radegast und Velkopopovický Kozel an erster Stelle im Volumen der Bierherstellung und im Export.

Bestandteil des Plzeňský Prazdroj ist auch die slowakische Brauerei Šariš, Nummer zwei auf dem slowakischen Biermarkt. Plzeňský Prazdroj, a.s., ist Mitglied der internationalen Gruppe SABMiller plc, der weltweit zweitgrößten Brauereigesellschaft. Das Flaggschiff der Gruppe stellt die Signatur Pilsner Urquell dar.

Budvar

Direkter Vorgänger der Budějovický Budvar war die Brauerei Český akciový pivovar, die 1895 von tschechischen Brauberechtigten (Unternehmern) gegründet wurde und die direkt an die historische Tradition des Bierbrauens in České Budějovice anknüpfte.

Diese reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als hier begonnen wurde, Bier zu brauen. Den Wettbewerb mit dem deutschen Měšťanský pivovar und zwei Schwarzenberger Brauereien in Třeboň und Protivín hat die Brauerei Český akciový pivovar vor allem dank der hohen Qualität und des außerordentlichen Geschmacks ihres Biers gewonnen, das bereits 1896 auf der Industrieausstellung in Prag ausgezeichnet wurde. Bereits 1913 wurde das Lagerbier aus der Brauerei Český akciový pivovar im Ausland bekannt. Dank des hochentwickelten Exports ging ihre Erneuerung nach dem 1. Weltkrieg sehr schnell vor sich. In der Zwischenkriegszeit erlebte die Brauerei eine umfangreiche Modernisierung und Elektrifizierung. 1922 wurde der erste artesische Brunnen gebohrt, zu dem im Laufe der Zeit weitere hinzukamen. Die Brauerei erwarb eine Quelle mit außerordentlich gutem Wasser, das die hervorragenden Geschmackseigenschaften des originalen Budweiser Lagerbiers bis zum heutigen Tage mitbestimmt. Während des zweiten Weltkrieges stand die Brauerei unter der Verwaltung der Nazis und nach Kriegsende wurde sie verstaatlicht. 1967 wurde ein Teil des Vermögens der Brauereien Jihočeské pivovary, volkseigener Betrieb, ausgegliedert und das selbständige Rechtssubjekt Budějovický Budvar, n. p. gegründet, das dank seiner Tradition, den renommierten Firmenmarken und der Bierqualität auf den Export orientiert war. Zur weiteren Entwicklung, sowohl auf dem inländischen Markt als auch auf den ausländischen Märkten, kam es vor allem nach 1989, als es dem damaligen Management gelang, die Produktion der Brauerei fast zu verdreifachen.

Das Biersortiment ist breit, es umfasst Budweiser Budvar Premium Lagerbier, Budějovický Budvar helles Schankbier, Bud Super Strong, Budweiser Budvar Free alkoholfrei und Budweiser Budvar dunkles Lagerbier.

Brauereien  Staropramen

Die Brauerei im Prager Stadtteil Smíchov entstand 1869, die Marke Staropramen wurde 1911 registriert. Gegenwärtig ist die Gesellschaft Pivovary Staropramen der zweitgrößte Bierhersteller in der Tschechischen Republik mit einem 14%igen Anteil am inländischen Markt. Den Kern der Produktion bilden wiederum das helle Lagerbier und das helle Schankbier, außerdem produziert die Gesellschaft Pivovary Staropramen auch ein breites Sortiment heller Spezialbiere, wie z.B. Velvet, Granát, Kelt und ähnliche. 

Bernard

Die Familienbrauerei in Humpolec, die im 16. Jahrhundert gegründet und 1991 erneuert wurde, war nach 1989 die erste völlig private Brauerei. 2000 stieg der belgische Bierhersteller Duvel Moortgat mit seinem Kapital ein, die Produktion der traditionellen hellen, halbdunklen und einzigartigen dunklen Biere, die als einzige pasteurisiert werden, blieb jedoch erhalten.

Zlatopramen

Die Gesellschaft Drinks Union, a.s. mit Sitz in Ústí nad Labem ist bekannt als Hersteller des populären „Elfer“ Zlatopramen.

Größter Hersteller in Mähren und gleichzeitig viertgrößter Bierhersteller in der gesamten Tschechischen Republik ist die Gesellschaft PMS, a.s., aus Přerov. Ihr gehört die Brauerei in Hanušovice, die die Biere der Marke Holba, Zubr aus Přerov herstellt, und die kleinere Brauerei Litovel mit Sitz in Litovel. 

Starobrno

Die größte und älteste Brünner Brauerei ist Starobrno. Sie wurde neben ihrem traditionellen Angebot an hellem Lagerbier und dem breiten Sortiment an Schankbieren vor allem durch ihre Spezialbiere, das 14%-ige Bier Baron Trenek und das 15%-ige rote Bier Červený drak, berühmt.

Kleine Familienbrauereien sind im Tschechischen Bund kleiner unabhängiger Bierbrauer vereint, zu den bekannteren gehören Eggenberg a.s. aus Český Krumlov, Chodovar s.r.o. aus Domažlice, Žatecký pivovar, die Brauerei Nymburk s.r.o., Pivoar Svijany s.r.o. und die berühmte Brauerei, gleichzeitig ein Restaurant, U Fleků s.r.o..

Becherovka

Die Gesellschaft Jan Becher produziert nach traditionellem Geheimrezept, ohne Zusatz chemischer Konservierungsstoffe, künstlicher Farbstoffe und Emulgatoren. Verwendet werden lediglich Karlsbader Mineralwasser, hochqualitativer Alkohol, Naturzucker und eine sehr spezifische und harmonische Mischung aus Kräutern und Gewürzen.

Mineralwasser

Wenn Sie in der Tschechischen Republik Mineralwasser bestellen, erhalten Sie höchstwahrscheinlich Mattoni. Dieses Wasser stammt aus der Gegend der Heilquellen in der Umgebung von Karlsbad.  

Die Gesellschaft Karlovarské minerální vody stellt weitere Mineralwasser her wie z.B. Magnesia oder Aquila.

Außer dem traditionellen Mineralwasser „Mattoni“ können Sie aber auch auf weitere, weniger gehaltvolle, Mineralwasser anderer Hersteller stoßen, wie z.B. Korunní oder Bonaqua.

Olmützer Stinkkäse

Eine wahre Rarität und eine gastronomische Delikatesse sind die Olmützer Stinkkäse (Quarkkäse). Die Herstellung der Stinkkäse, die in Tschechien „Syrečky“ genannt werden, ist historisch seit über 500 Jahren belegt.

Die echten Olmützer Stinkkäse sind die einzigen original böhmischen Käsesorten, deren Bezeichnungen unter der international geschützten Ursprungsmarke registriert sind. Die Firma A.W. in Loštíce, die in ihrem Namen die Initialen des Firmengründers, Alois Wessel, trägt, produziert die Stinkkäse bereits seit dem Jahr 1876. Die Gesellschaft hat bereits seit 1996 ein Zertifikat zum Export in die EU-Länder (CZ 712) und kann demzufolge die Lieferung ihrer Produkte auch nach dem Beitritt unseres Landes zur EU garantieren. Jährlich werden in der Firma A.W. Rund 2 000 Tonnen Stinkkäse hergestellt.

Grundrohstoff für die Herstellung des echten Olmützer Stinkkäses ist ein fettarmer saurer Quark. Bei der Herstellung werden außer Küchensalz, das ein notwendiges Element sowohl bei der Produktion als auch bei der Bildung des charakteristischen Geschmackes ist, keine Konservierungsstoffe verwendet. Dieser Käse entspricht aus diätetischer Sicht voll den Ansprüchen des heutigen Verbrauchers, hat einen sehr geringen Fettgehalt  - nur 1 % - und einen hohen Gehalt an Eiweiß, Calcium und edlen Milchkulturen.

Verkehr und Technik

Kraftfahrzeuge

Nur vier Automobilwerke der Welt können eine über hundertjährige Tradition vorweisen. Eines davon ist Škoda. 1985 wurde die Firma als Familienunternehmen von Laurin und Klement gegründet. Zuerst produzierten die beiden jungen Männer in Mladá Boleslav gemeinsam Fahrräder, später Motorräder. 1905 folgte das „Veteran Automobil“ – die L&K Sd Limousine.

Es begann die erfolgreiche Etappe der Automobilherstellung. 1925 kommt es nach dem Zusammenschluss mit Škoda Plzeň zum großen Entwicklungsschub. Es entstehen Autos mit einer Reihe künstlerischer Details, die bei internationalen Wettbewerben erfolgreich abschneiden. Der Aufschwung wurde erst durch den 2. Weltkrieg und die anschließende Sozialisierung des Unternehmens gehemmt. Es ist dem Automobilwerk trotzdem gelungen, den Anschluss an die Entwicklung in  der westlichen Welt zu erhalten. 1991 wird Škoda Auto der vierte Markenkonzern von VW. Er beschäftigt rund 20 000 Menschen und produziert ca. eine halbe Million Autos jährlich. Derzeit bietet er drei Grundmodelle an – Fabia, Octavia und Superb. Neuestes Modell ist der neue Škoda Superb, der eine praktische Verbesserung, eine Steigerung des Sicherheitsniveaus und ein neues Design brachte.

Straßenbahnen

Škoda Holding, a.s. setzt die mit ihrem traditionellen tschechischen Namen ŠKODA PLZEŇ verbundene Produktion fort. ŠKODA  HOLDING  a.s.  entstand auf Grund der durchgeführten finanziellen und organisatorischen Umstrukturierung. Es handelt sich um eine Finanzholding, die ihre Tochtergesellschaften finanziell und methodisch steuert. Den 100 %-igen Anteil besitzt die internationale Investment Gruppe Appian Group. Mit den Tochtergesellschaften zusammen beschäftigt ŠKODA HOLDING a.s. Annähernd 3 000 Menschen. D

Militärtechnik - Radargeräte

Die Produkte der Pardubicer Gesellschaft ERA ü sind in der Welt der Militärtechnik bekannt und werden zum Beispiel auch von der US-amerikanischen Armee verwendet. Zu den meistverbreiteten gehört der passive radiotechnische Erkunder VĚRA-E mit einer Reichweite von 450 km, der der Nachfolger des bekannten TAMARA ist, im Unterschied zum Vormodell gibt er die Position jedoch in drei Dimensionen an.

Das Passive Radargerät Věra kann bei bestimmten Umständen ein amerikanisches "unsichtbaren" Flugzeug Stealth entdecken. Wenn das Stealth seinen Flugradar ausschaltet, dann findet es im Himmel niemand, und auch nicht Věra. Aber im Fall das der Pilot mit dem Radar arbeiten wird, kann ihn entdecken

Militärtechnik - Erkundungs- und Abwehrsysteme

Die Gesellschaften VTÚL und PVO, die dem Ministerium für Verteidigung der Tschechischen Republik unterstellt sind, stellen das pilotlose Aufklärungsflugzeug SOJKA her, das z.B. zur Erkundung oder als Luftzielscheibe bestimmt ist. Auf Grund seiner Parameter und Leistungsmerkmale gehört es zur Weltspitze. Es hat eine Reichweite von 100 km, die Flugzeit beträgt 3,5 Stunden und das alles bei einer Flügelspannweite von knapp 4 Metern. 

Flugzeuge - Aero Vodochody

Aero , die Luftfahrtfabrik in Prag, hat ihre Wurzeln in der Zeit kurz nach der Gründung der unabhängigen Tschechoslowakischen Republik im Jahre 1918. AERO L159 ist eine Gruppe fortschrittlicher Übungs- und leichter Kampfflugzeuge, die die langjährige Erfahrung der AERO in der Entwicklung von Stromfliegern mit den neuesten Fortschritten in der Avionik, Motorentechnologie und Fliegersystemen verbindet.

Gleitschirmflieger

Die Herstellung von Paraglidern (Gleitschirmfliegern) ist in der Tschechischen Republik sehr verbreitet. Das zeugt von der Fähigkeit der tschechischen Hersteller, die neuesten Welttrends zu beobachten und die neuesten Technologien (Firma Mac Para) bei der Konstruktion dieser Flugmittel zu verwenden. Die Produkte haben selbstverständlich auch Sicherheitsattests der internationalen Prüfstellen DHV und AFNOR.

Andere Produkte

Klaviere der Firma Petrof

Die Firma wurde 1864 von Antonín Petrof gegründet, ursprünglich Tischler, und seinen Namen trägt der größte Klavierhersteller Europas bis heute. Gegenwärtig arbeitet bereits die fünfte Generation dieser Familie in der Leitung der Firma PETROF ü in Hradec Králové.

Mehr als 1000 Angestellte produzieren hier die fünf grundlegenden Typen von Flügeln, mit jeweils unterschiedlicher Länge. Die Konzertmeisterflügel werden individuell von den erfahrensten Fachleuten der Firma gefertigt. Die Fabrik Petrof produziert auch die meisten Halbfabrikate selbst, wie z.B. Wirbel, Tasten, usw.

Die Meisterklaviere Petrof sind bei vielen bedeutenden Musikinterpreten beliebt, zu denen unter anderem Svjatoslav Richtěr, Arturo Benedetti und Hiroko Nakamurado gehören. Viele andere Künstler wurden von diesen berühmten Musikinstrumenten bei ihren Konzerten in der Tschechischen Republik begleitet, z.B. Plácido Domingo, José Careras und Luciano Pavarotti. Die Instrumente dieser Marke stehen auch in der mailändischen Scala, in der Oper in Sydney, in der Aula von Paul IV. im Vatikan und in vielen Fernseh- und Rundfunkstudios.

Schuhe der Marke Baťa

Die Firma Baťa, die gegenwärtig 50 000 Mitarbeiter in 50 Produktionsbetrieben in 68 Ländern der Welt beschäftigt und bereits 221 Millionen Paar Schuhe verkauft hat, gründete 1894 Tomáš Baťa, ein Schuhmacher aus Zlína, mit seinen Geschwistern Antonín und Anna.

Auf dem Bild ist das Kaufhaus in Prag auf dem Wenzelsplatz zu sehen, das 1929 als Baťas Haus der Dienste eröffnet wurde. In Zlín befindet sich auch das Tomáš Baťa Museum.

Uhren der Marke Prim

In den vergangenen fünfzig Jahren hätten Sie in der Tschechischen Republik nur schwer einen Menschen gefunden, der nicht eine Uhr der Marke PRIM  besitzen würde oder von den Eltern geerbt hätte. Heute werden sie von der Firma Elton hergestellt. Bis zum heutigen Tag wurden über fünfzehn Millionen Stück davon hergestellt, wovon ein beträchtlicher Teil, rund drei Millionen, noch voll funktionstüchtig ist. Auf der Abbildung sehen Sie das Modell Orlík, eine limitierte nummerierte Serie mit mechanischem Uhrwerk, das automatisch aufgezogen wird.

 
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Datum: 07.02.2010
 
 
 

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