HOMEPAGE

Rund um CZ
 
Lebensstil in CZ
 
Sport und Freizeit

 

Sporterfolge

 
photo:  (sxc.hu)
 

Zu den erfolgreichsten Sportarten gehören in der Tschechischen Republik nicht nur Eishockey, Fußball, Leichtathletik oder der Wasserslalom, sondern auch der Radsport. Die unübertroffenen Brüder Pospíšil gewannen im Radrennen in den 70er und 80er Jahren zwanzig Weltmeistertitel.

 

Zehnkampf

Tschechien wird zwar nie die besten Sprinter oder Langstreckenläufer hervorbringen, aber es gehört schon lang zur absoluten Spitze im Zehnkampf. Die Spitzenstellung der Tschechen im Zehnkampf wurde von Robert Změlík eingeläutet, der 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona die Goldmedaille gewann. Die tschechischen Sportler zeigten der Welt, dass der Zehnkampf nicht nur eine Sache der Kraft ist und dass der Sieg nicht nur den Spezialisten der Wurfdisziplinen vorbehalten sein muss. Seither folgen Zehnkämpfer aus anderen Ländern dem tschechischen Beispiel und konzentrieren sich auf das Ausdauertraining.

Nach Změlík trat der charismatische Tomáš Dvořák an. Der dreifache Weltmeister, Europameister und Gewinner der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Atlanta hat jedoch seit 2000 gesundheitliche Probleme. Deshalb wurde er von Roman Šebrle abgelöst.

Dieser überschritt am 27. Mai 2001 im österreichischen Götzis als erster in der Geschichte die magische Grenzen von 9000 Punkten. Mit 9026 Punkten verdrängte er Dvořáks Weltrekord aus den Ranglisten. Zur Meisterschaft in Edmonton fuhr Šebrle 2001 als Favorit. Hier zog jedoch Dvořák wieder an und gewann seinen dritten Weltmeistertitel. Šebrle revanchierte sich und schlug ihn bei der Olympiade in Athen 2004, wo er souverän den ersten Platz belegte. Roman Šebrle ist derzeit die Nummer eins im Zehnkampf.

Wasserslalom

Olympische Medaillen sammelt Tschechien auch regelmäßig im Wasserslalom. Dank der Beliebtheit, der sich der Wassersport in Tschechien erfreut und der vielen künstlichen Kanäle, von denen in Prag der Kanal im Stadtteil Troja der frequentierteste ist, rückt immer wieder talentierter Nachwuchs nach. Die enorme Popularität der Wasserslalomfahrer in Tschechien ist Lukáš Pollert zu verdanken, der bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 siegte. Vier Jahre später knüpfte Štěpánka Hilgertová an, die in den Jahren darauf als „erste Dame“ dieser olympischen Disziplin galt. Sie feierte große Erfolge beim World Cup und bei Weltmeisterschaften. In Sydney schließlich holte sie wieder olympisches Gold. Auf beachtliche Siege blicken auch die Kanuten im Doppel zurück. Marek Jiras und Tomáš Máder gewannen Bronze in Sydney und Jaroslav Volf und Ondřej Štěpánek in Athen. Sie alle gelten als Weltelite gehalten.

Fußball und Eishockey

Die beiden beliebtesten Sportarten in Tschechien sind jedoch Fußball und Eishockey. Tschechien gehört bei beiden Sportarten zur Weltspitze. Beide haben eine große Vereinsmitgliederzahl. Hinzu kommen noch die Amateure, die nicht eingetragen sind. Es gibt Amateurligawettkämpfe und einmalige Turniere. Außerdem ist es auch kein Problem, einen Fußballplatz oder eine Eisfläche zu mieten. Da die Besucherzahlen in den Ligen nicht schlecht sind, können die Wettkämpfe als Höhepunkte der Sportsaison betrachtet werden. Dem entspricht auch die Werbung für Fußball und Eishockey in den Medien und das Interesse seitens der Sponsoren.

Siege der Nationalteams sind für Tschechen Feiertage und die Nationalspieler werden dann wie Helden gefeiert. Als die Eishockeynationalmannschaft 1998 von den Olympischen Spielen in Nagano zurückkehrte, jubelte die tobende Masse auf dem Prager Altstädter Ring, wobei immer wieder der Name des tschechischen Torwarts erklang. „Hašek auf die Burg“, hieß es da aus der Menge. Das war eine Paraphrase eines Slogans, der während der Samtenen Revolution allgegenwärtig war, als die Menschen forderten, dass sich der damalige Dissident Václav Havel als Präsident auf der Prager Burg niederlässt. Damals riefen sie: „Havel auf die Burg“.

Andere Sportarten

Auch um die Entstehung und weltweite Verbreitung einiger Sportarten haben sich Tschechen verdient gemacht. Gemeint sind vor allem der Handball (und seine rein tschechische und nicht sonderlich verbreitete Form des Nationalhandballs), Volleyball und Radcross . Die Tschechen gehörten ehemals zu den Spitzenreitern in diesen Sportarten und waren Medaillenjäger auf Repräsentations- und Vereinswettkämpfen. Außerdem bekleiden Tschechen Funktionen in Spitzenorganen der internationalen Verbände und bestimmen die weitere Entwicklungsrichtung dieser Sportarten. Die Tschechische Republik war zum Beispiel einer der Hauptorganisatoren der neu entstandenen Volleyball-Europaliga.

 
 
Autor:
 
Datum: 08.12.2009
 
 
 

Mehr zum Thema

 
Firmen in CZ
 
 

„Thonetka“ – ein tschechischer Stuhl...

Schon seit mehr als 150 Jahren wird dieses Stuhlmodel aus gebogenem Holz hergestellt und noch immer...

 
 
Kulturtipps
 
 

Winzerfest und Sturm

Das Winzerfest ist ein traditionelles Fest des Weins, das in der Tschechischen Republik eine lange...

 
 
Sport und Freizeit
 
 

Tschechischer Wassersport

Die böhmischen sowie mährischen Flüsse und Bäche bieten unerschöpfliche Möglichkeiten für Wassersportler....

 
 
Sport und Freizeit
 
 

Tipps, wo Sie die besten Inline...

Die Zahl der Inlineskaterinnen und -skater wächst. Gleichzeitig wächst auch das Angebot und die Qualität...

 
Favoriten

Die Geschichte der bildenden Kunst

Was geschah in der bildenden Kunst am Wendepunkt der böhmischen Geschichte…

Klima

Tschechische Republik ist ein Binnenland, das in der milden Breite der…

Große Entdeckungen der Gegenwart

In den letzten Jahrzehnten wartete die tschechische Wissenschaft mit vielen…

Tschechisch

Tschechisch gehört zur Gruppe der westslawischen Sprachen. Aus einer anderen…