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Lomnitzer Zwieback

 
photo:  (Muzeum Lomnice nad Popelkou)
 

Der Lomnitzer Zwieback, ein traditionsreiches Süßgebäck, bekam seinen Namen von der Stadt Lomnitz an der Popelka (heute Lomnice nad Popelkou), dem Ort, an welchem er erfunden wurde. Seit mehr als 200 Jahren genießen Feinschmecker dieses Gebäck. Mitte des Jahres 2007 wurde es mit dem EU-Gütezeichen ausgezeichnet.

 
Wahrscheinlich wurde bereits vor dem Jahr 1800 in Lomnitz an der Popelka (Karte) Zwieback hergestellt. 1810 waren schon 20 kleine Zwiebackhersteller registriert. Die bekannteste und größte unter ihnen war die Firma des Zuckerbäckers Michal Jína und seiner Söhne Antonín und Josef. Der Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit des Zwiebacks wuchsen schnell über die Landesgrenzen hinaus und gelangten so nach Österreich-Ungarn, in andere europäische Länder und sogar bis nach Amerika. Auf der Weltausstellung in Paris in 1927 gewann das Gebäck den ersten Preis, den „Grand Prix“. 1948 wurde die Produktion verstaatlicht. Erst nach 1989 ging sie in private Hände zurück, in den Besitz der Firma Nestlé, die aber die Produktion in 1994 einstellte.

Ein Jahr später wurde die Produktion des Lomnitzer Zwiebacks wieder aufgenommen, und zwar von der Firma Vekos. Weitere Firmen schlossen sich an und 2005 wurde die Vereinigung der Produzenten des Lomnitzer Zwiebacks (Sdružení výrobců Lomnických sucharů) gegründet, die sich um den Erhalt der traditionellen Rezeptur und des Produktionsablaufs sowie um den Schutz des Produkts kümmern. Die Herstellung des Lomnitzer Zwiebacks ist durch anspruchsvolle Handarbeit bedingt und kann praktisch nicht automatisiert werden. Der Zwieback wird zweimal gebacken und vor dem zweiten Backen in Puderzucker getunkt. Dadurch unterscheidet er sich schon auf den ersten Blick von einfachem Zwieback.

Lomnitzer Zwieback wurde 2007 in die Liste der geographisch geschützten Produktbezeichnungen PGI (Protected geographical indication) der EU aufgenommen, durch die festgelegt wird, in welcher Region ein Produkt hergestellt werden darf. So kann der Konsument sicher sein, ein einzigartiges Produkt zu erwerben.

Weitere Informationen finden Sie hier.
 


 
Autor: Ivana Jenerálová
 
Datum: 07.04.2012
 
 
 

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