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Auf den Spuren der UNESCO, Teil 2 - Vysočina

 
photo:  (czechtourism.com)
 

Zwei der Sehenswürdigkeiten, die in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes erfasst sind, befinden sich in der Region Vysočina. Es sind dies der historische Stadtkern der Stadt Telč sowie die St.-Prokop-Basilika und das jüdische Viertel in Třebíč.

 

Telč (karte)

Telč ist ein historisches Städtchen mit gerade mal 6.000 Einwohnern. Es liegt im südwestlichen Teil des böhmisch-mährischen Grenzgebiets. Telč ist ein beliebtes Touristikzentrum der Tschechischen Republik. Bekannt ist es vor allem für sein historisches Stadtzentrum, das aus dem weitläufigen Schloss-Komplex des Renaissanceschlosses und dem Marktplatz mit seinen Renaissance- und Barockbauten gebildet wird. Die Stadt wurde 1970 unter Denkmalschutz gestellt und 1992 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Das historische Zentrum von Telč verdankt sein heutiges Gesicht seiner Umgestaltung im 16. Jahrhundert, als italienische Baumeister eine gänzlich neue Art der Fassadengestaltung in die Stadt brachten, die in den nächsten Jahrzehnten zur wichtigen Inspirationsquelle der heimischen Bauherren wurde. Die ersten Bürgerhäuser am Marktplatz entstanden im Laufe des 14. Jahrhunderts und waren aus Holz. Nachdem ein Brand einen Großteil der Häuser zerstörte, entstanden auf den ursprünglichen, schmalen, langen Parzellen neue, gemauerte Häuser mit Laubengängen und Giebeln im Stil der Renaissance, dem Barock und dem Klassizismus.   

Das Renaissanceschloss aus dem 16. Jahrhundert, dessen Pläne im Atelier des Architekten B. Maggi aus Aragona entstanden und das mit seiner weitläufigen Anlage einen wichtigen Teil des historischen Stadtkerns bildet, gehört zu den Juwelen der mährischen Renaissance-Architektur. Der Wert und die Anziehungskraft des Schlosses steigen zusätzlich durch die Tatsache, dass sein prächtiges Interieur und die damalige Ausstattung bis heute sehr gut erhalten sind. Das Schloss ist ein Museum und im Schlossgarten befindet sich eine Galerie des bekannten tschechischen Malers Jan Zrzavý.

Třebíč (karte)

Die Stadt Třebič liegt am Fuße des böhmisch-mährischen Hochlandes. Besonders sehenswert in Třebič sind die St.-Prokop-Basilika im Stil der romanischen Gotik und das jüdische Viertel mit seinem Friedhof. Beide wurden 2003 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Außer Jerusalem ist das jüdische Viertel in Třebič das einzige jüdische Kulturdenkmal, das eigenständig in der UNESCO-Liste eingetragen ist.  

Die St.-Prokop-Basilika stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie ist im Stil der romanischen Gotik erbaut und ihr ursprünglicher Grundriss sowie der architektonische Ausbau blieben erhalten. Die Basilika war der Jungfrau Maria geweiht, wurde aber, nachdem sie in mehreren Kriegen großenteils zerstört wurde, später für weltliche Aufgaben genutzt – als Pferdestall, Scheune für Getreide und Bierlager. 1725 – 1731 wurde die Basilika wiederhergestellt, dem Heiligen Prokop geweiht und wieder als Kirche genutzt.

Das jüdische Viertel zeugt noch heute davon, dass die Stadt Třebič einst zu den wichtigsten Zentren jüdischer Kultur in Mähren zählte. 123 erhaltene Gebäude bilden dieses einzigartige Viertel. Neben Wohnhäusern sind auch zwei Synagogen, das jüdische Rathaus, das Rabbinat, das Armenhaus, ein Krankenhaus und zwei Schulen erhalten geblieben, was das jüdische Viertel in Třebič zu einem der am besten erhaltenen jüdischen Viertel in Europa macht. Der jüdische Friedhof liegt etwa 400 m vom Viertel entfernt. Hier finden Sie Grabmäler aus den verschiedensten Epochen, von der Renaissance bis heute. Der älteste lesbare Grabstein stammt aus dem Jahr 1630. Anfang des letzten Jahrhunderts (1903) wurde ein bis heute sehr gut erhaltener Zeremonienraum eingerichtet. Noch immer können hier Beerdigungen nach alter, jüdischer Tradition durchgeführt werde.
 


 
Autor: Romana Kuncová
 
Quelle: unesco-czech.cz
 
Datum: 12.06.2011
 
 
 

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