Lage: Jesenicko, Region Olmütz
Länge der Besichtigungsstrecke: 230 m
Besichtigungsdauer: 30 Min.
Die Höhle diente in der Vergangenheit häufig als Versteck, wovon die zahlreichen epigraphischen Inschriften an den Wänden zeugen (die älteste seit 1519). Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1430 (Antonius Walle), aber von den Goldsuchern wissen wir über ihre Existenz schon früher. Die Höhle Na Špičáku ist die älteste urkundlich belegte Höhle Mitteleuropas.
1884 - 1885 wurde sie durch den Sudetendeutschen Bergverein provisorisch für die Öffentlichkeit erschlossen, in ihrer heutigen Form wurde die Höhle 1955 zugänglich gemacht.
Das über 400 Meter lange unterirdische Labyrinth aus Gängen und Klüften besteht aus devonischem Marmor (350–380 Millionen Jahre alte Meeresablagerungen). Die Entwicklung der Karsträume wurde wesentlich durch das Schmelzwasser des Gletschers beeinflusst, das der Höhle ihre endgültige Form und den Gängen ihr charakteristisches Herzprofil gab.
Die 230 Meter lange Besichtigungstour ist barrierefrei.