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Labské pískovce (Elbsandstein)

 
photo:  (sxc.hu)
 

Zu den Grundformen gehören Täler, Schluchten und Cannons, umgeringt von Türmen und Massiven, die stellenweise eine Felsenstadt bilden.

 

Lage: Bezirk Ústí nad Labem 

Das Landschaftsschutzgebiet Labské pískovce grenzt an die Landschaftsschutzgebiete Lužické hory und České středohoří und weist relativ große Höhenunterschiede auf. Zu diesem Gebiet gehört eine wunderschöne Felsenstadt aus dem Tertiär. Zur Bedeutung dieser Gegend tragen auch mehrere endemische Arten bei. Ein Teil dieses Standortes gehört zum Nationalpark České Švýcarsko. (Böhmische Schweiz).

Die Felsmassive des Elbsandsteins entstanden vor ca. 100 Mio. Jahren während der Kreidezeit des Mesozoikums. Damals war dieses Gebiet größtenteils von einem seichten Meer bedeckt, in das Flüsse Lehm und Sand spülten. Diese lagerten sich am Meeresboden ab und verfestigten sich dann. Dadurch entstand eine etwa 1 km dicke Platte. Zum Ende der Kreidezeit hob sich der Meeresgrund und das Wasser zog sich zurück. Durch die spätere Vulkantätigkeit zerbarst die mächtige Sandsteinplatte durch einen Bruch. Über weitere Millionen Jahre wurde die Landschaft von verschiedenen Erosionskräften ausgesetzt. Das Gebiet besteht größtenteils aus Schluchten, umgeben von Türmen und  Massiven, die stellenweise Felsenstädte bilden.
Die Elbschlucht zwischen Děčín und Hřensko stellt ein einzigartiges Naturgebilde dar. Wichtige Zuflüsse sind die Kamenice , deren Schluchten  durchfahren werden können, und die Křinice .

Die Vielfältigkeit der Landschaft ermöglicht die Existenz einer ganzen Reihe von Tieren auf relativ engem Raum. Hier findet man viel Jagdwild wie Hirsche, Rehe und Wildschweine. Ebenso trifft man auf Füchse und Marder. Die charakteristischen Felsenbewohner sind Spitzmäuse und Siebenschläfer. Auch den Luchs, einen ursprünglichen, heute jedoch sehr seltenen Bewohner der böhmischen Wälder, trifft man hier an. An den Flussläufen leben Eisvögel, Gebirgsstelzen und Wasseramseln. Von den sieben Eulenarten findet man hier  beispielsweise den Uhu, den Sperlingskauz und den Rauhfußkauz. Bis heute nisten hier zwei bis drei Schwarzstorchpaare und weitere Vogelarten haben in den Felsen Unterschlupf gefunden.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet Labské pískovce zu einem attraktiven Ziel für Touristen, Bergsteiger und Naturliebhaber.

Das Landschaftsschutzgebiet bietet seinen Besuchern zahlreiche Wander- und Radwege . Die Sandsteinfelsen werden viel zum Klettertraining genutzt.

Fläche: 324 km²
Höhenlage: 115 m (Elbe bei Hřensko)
723 m (Děčínský Sněžník)

 

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Datum: 18.12.2009
 
 
 

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