Das Kloster von Želiv, das im Jahre 1139 vom böhmischen Fürsten Soběslav als Stift des Benediktinerordens gegründet worden war, wurde neun Jahre später, 1148, von Mönchen des Prämonstratenserordens besiedelt. Die Prämonstratenser wirken im Kloster Želiv bis auf wenige Unterbrechungen bis zum heutigen Tag.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Klostergebäude mehrere Male von verheerenden Bränden heimgesucht, das heutige Aussehen der ursprünglich romanischen Abtskirche der Geburt Marias geht auf einen Entwurf des Baumeisters Giovanni Blasius Santini-Aichel zurück, der auch in diesem Fall seinen spezifischen Stil, die Barockgotik, zur Geltung brachte. Zu jener Zeit wurden auch die Abtei und der Konvikt erneuert. Ihr heutiges Erscheinungsbild wurde jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einer weiteren baulichen Umgestaltung, diesmal im neobarocken Stil, beeinflusst.
Ungeachtet dessen blieben im Konventgebäude das barocke Refektorium, der Kapitelsaal und die von Fresken geschmückte Bibliothek erhalten.