Eine Welt (Jeden svět)
photo: (jedensvet.cz)
Eines der bedeutendsten und gleichzeitig größten europäischen Filmfestivals zum Thema Menschenrechte, Eine Welt (Jeden svět), bietet in diesem Jahr mehr als 106 Filme aus 40 Ländern an. Der Hauptteil des 14. Jahrganges findet vom 6. bis 15. März in Prag statt und im März und April knüpfen regionale Festivals in 40 Städten der Tschechischen Republik daran an.
Das Zentrum des Geschehens des Prager Filmfestivals ist schon traditionell das
Kino Lucerna. Die Zuschauer können weitere Filme in den Kinos
Světozor,
Evald, in der
Stadtbibliothek, im
Ponrepo und im
Französischen Institut sehen. Die Eintrittskarten für die einzelnen Filme können in allen Filmtheatern für 80 Kronen kaufen.
Das diesjährige Filmfestival „Jeden svět“ /Eine Welt/ steht im Zeichen der aktuell stattfindenden Proteste und Unruhen in den unterschiedlichsten Ländern der Welt. Obwohl die Ziele der Protestaktionen von Bahrain, über Griechenland bis in die USA unterschiedlich sind, verbindet sie doch ein gemeinsamer Gedanke: Junge Menschen kämpfen für eine Veränderung der etablierten Ordnung.
Die Hauptkategorie des Festivals „Jeden svět“ heißt daher Protesty, nepokoje, revolta /Proteste, Unruhen, Revolten/. Neben den aus den Medien bekannten arabischen Ereignissen werden im Rahmen dieser Kategorie zum Beispiel auch junge Japaner vorgestellt, die, entgegen der in ihrer Heimat üblichen Verhaltensweise, nach dem Störfall in Fukushima auf die Straße gegangen sind, sowie radikale amerikanische Ökologen, die in einem Gefängnis für Terroristen endeten. Die weiteren Kategorien sind Spolu navzdory /Trotzdem zusammen/ mit sozialen Themen und Tak zvaná civilizace /Die sogenannte Zivilisation/, in welcher Dokumentarfilme zum Thema Umwelt zu sehen sein werden.
Das Filmfestival „Jeden svět“ findet unter der Schirmherrschaft des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenministers Karel Schwarzenberg, der Kulturministerin Alena Hanáková und des Prager Oberbürgermeisters Bohuslav Svoboda statt.