Lage: südöstlicher Teil von Süd Böhmen bei der Grenze zu Österreich, wesentlicher Teil liegt auf dem Gebiet des Bezirks Jindřichův Hradec und nur teilweise m Bezirk Tábor und České Budějovice.
An der Gestaltung der Landschaft von Třeboňsko waren bereits ab dem 12. Jahrhundert Menschen beteiligt, und zwar vor allem durch die Umgestaltung der Wasserverhältnisse der ursprünglichen Sumpflandschaft , deren Ergebnis ein gut durchdachtes Netz aus künstlichen Bewässerungsgräben (beispielsweise Zlatá stoka, Nová řeka) und vielen Teichen ist, die Třeboň zum Zentrum der tschechischen Teichwirtschaft machen (insgesamt 460 Fischteiche) .
Die umfangreichen Teichsysteme mit den sekundär herausgebildeten litoralen Ökosystemen wurden zu einem europäisch bedeutenden Brut- und Rastplatz für Wasservögel . Das Gebiet zeichnet sich durch seinen Reichtum an Feuchtgebiet- und Wasservegetation aus.
Zu den wertvollsten Biotopen von Třeboňsko zählen die weitläufigen Übergangsmoore mit ihren gut erhaltenen Pflanzensystemen (Sumpfkieferwälder) und die daran anschließende Fauna der Wirbellosen. Größtenteils erhalten geblieben sind auch die ursprünglichen mäandrierenden Flussläufe (Lužnice) mit regelmäßig überfluteten Auen und Resten der Auwälder sowie die extrem trockenen Standorte von Treibsand. Hier wurden zwei Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung unter Naturschutz gestellt, die durch das Ramsar-Abkommen geschützt sind (Třeboňské rybníky, Třeboňská rašeliniště).
Sumpf ist ein Biotop mit spezifischen Organismusvorkommen. Diese Organismen brauchen für ihre Existenz und Prosperität ständiges Oberflächenwasser oder mindestens hohen Stand des Untergrundwassers. Sie bilden den Übergang zwischen einem Land- und einem Wasserökosystem.
Sümpfe bilden einen natürlichen Wasservorrat in der Landschaft und haben die bedeutende Fähigkeit bei übermäßigem Regen das Wasser stauen. Sie bieten geeignete Bedienungen für die Existenz der Sumpforganismen. Sümpfe sind als sehr wertvolle Biotope gehalten. Sumpfschutz ist durch das Ramsar-Abkommen durchgeführt. Es wurde am 2. Februar 1971 in der iranischer Stadt Ramsar proklamiert. Seinen Text könne Sie hier lesen.
Die Tschechische Republik ist seit dem 1.Janur 1993 dem Ramsar-Abkommen verpflichtet und die Erfüllung der Verpflichtungen beaufsichtigt der Tschechischer Ramsar Ausschuss.
Das Gebiet spielt auch hinsichtlich des Schutzes einer Reihe bedrohter Wirbeltiere eine bedeutende Rolle, z.B. des Fischotters und des Seeadlers.
Die ausgewogene Natur der Landschaft von Třeboňsko wird durch eine verhältnismäßig dünne Besiedlung und die gut erhaltene, einzigartige Architektur der historischen Städte (Třeboň) und Dörfer ergänzt.
Die natürlichen und kulturellen Faktoren machen aus Třeboňsko somit ein außerordentliches Gebiet im Europa und sorgen für ein hohes Erholungspotenzial .
Traditionell ist in diesem Gebiet die Erforschung der Ökologie der Feuchtgebiete beheimatet (Botanisches Institut AVČR). In letzter Zeit wurde Třeboňsko in das internationale Netz des ILTER-Programms (International Network of Long-Term Ecological Research) aufgenommen.
Třeboňsko spielt auch ornithologisch gesehen eine international bedeutende Rolle (Important Bird Area nach ICBP-Klassifikation, heute Birdlife International), denn es stellt einen wichtigen Rastplatz für Zugvögel zwischen Nordeuropa und dem Süden dar.
Fläche: 700 km²
Höhenlage: 410 m (Veselí nad Lužnicí)
550 m (Homolka)