Die Prager Kampa ist die zweitschönste Stadtinsel der Welt
photo: (czechtourism.com)
Der romantischste Platz in Prag – die Insel Kampa – wurde als zweitschönste Stadtinsel der Welt ausgezeichnet. Am attraktivsten ist demnach die Ile St. Louis in Paris, auf Platz drei landete die Belgrader Insel Ada Ciganlija. Vorgenommen wurde die Bewertung vom prestigeträchtigen Reiseserver VirtualTourist.
„Diese Gegend ist so umwerfend, dass sie geradezu unwirklich erscheint.“, urteilt VirtualTourist. Auf beiden Seiten haben Sie von den Ufern der Insel Kampa
(karte) aus einen fantastischen Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt Prag: auf der einen Seite befinden sich die Prager Burg, der Veitsdom und die Karlsbrücke, auf der anderen wiederum das Nationaltheater.
Kampa ist eine Insel im Fluss Moldau an der Kleinseite. Nur der künstlich angelegte Mühlenbach Čertovka (Teufelsbach) trennt sie vom Festland. Vom Prager Stadtteil Smíchov ist sie durch die Říční ulice abgetrennt. Ursprünglich war die Insel Kampa eine niedrige, sandige Insel mit Gärten, Weinreben und Mühlen. Ihre heutige Form bekam sie erst nach dem Jahr 1541, als nach einem Brand auf der Kleinseite und dem Hradschin Schutt hierher geschafft wurde. Mehr über die Geschichte der Insel finden Sie hier.
Ein weiterer Anziehungspunkt für Besucher ist die sogenannte John-Lennon-Mauer, auf welcher Menschen aus aller Welt dem ermordeten Mitglied der Beatles, John Lennon, huldigen. Auch die kürzeste Straße Prags - X9 die ulice Jiřího Červeného X9
(karte) – mit einer Länge von gerade mal 27 m, befindet sich auf Kampa.
Eine Reihe bekannter Persönlichkeiten verlegte sogar ihren Wohnsitz in diese romantische Umgebung. So hatte zum Beispiel der bekannte, tschechische Dichter und Schauspieler
Jan Werich hier sein Haus, ebenso der Komponist
Bohuslav Martinů, der bildende Künstler
Jiří Trnka, der Dichter Vladimír Holan und der Philologe Josef Dobrovský. Heute befindet sich auf der Insel Kampa ein bedeutendes Museum der modernen Kunst das Museum Kampa – Stiftung von Jan und Meda Mládek.