Die St.-Nikolaus-Kirche ist eines der Hauptwerke der tschechischen Spätgotik.
Im Jahre 1517 entstand in Louny ein großer Brand, bei dem die gotische Dekanskirche sowie die ganze Innenstadt ausbrannten. Für den Bau einer neuen Kirche wurde der Architekt Benedikt Rejt berufen. Aus der ursprünglichen Kirche blieb nur ein Turm, zu dem Rejt einen dreischiffigen Raum mit einem schönen Kreisgewölbe und ein pyramidenartiges Dach anbauen ließ. Das Werk wurde im Jahre 1538 beendet.
Sehenswert ist ebenfalls das Interieur der Kirche. Der Bildhauer Jeroným Kohl mit seinem Schüler František Preiss schufen hier in den Jahren 1701 – 1706 ein monumentales Altar. Das prächtige Steinwerk ist die Kanzel aus dem Jahre 1540.
Am Ende des 19. jahrhunderts wurde die Kirche unter der Leitung des renommierten Architekten Josef Mocker und Kamil Hilbert renoviert.
In der heutigen Zeit kann man auf den Umgang des Turmes aufsteigen, von dem eine schöne Aussicht auf die ganze Stadt Louny und ihre Umgebung ist.
Weitere Kirchenbauten der Stadt sind z.B. die St.-Petrus-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die Kirche der Mutter Gottes aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert oder die Gotteshäuser der Böhmischen Brüderkirche und Tschechoslowakischen hussitischen Kirche, bedeutende konstuktivistische Sehenswürdigkeiten aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.